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GrünStromJetons digitalisieren die Energiewende

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GrünStromJetons digitalisieren die Energiewende

29.09.16  08:30 | Artikel: 970086 | News-Artikel (Red)

GrünStromJetons digitalisieren die EnergiewendeDass der persönliche Ökostromtarif am tatsächlichen Strommix aus der Steckdose nichts ändert, hat sich herumgesprochen. Dieser Umstand sorgt bei vielen umweltbewussten Verbrauchern für Ernüchterung. Eine neue App schafft jetzt Abhilfe. Sie ermöglicht es, den Verbrauch von Grünstrom direkt zu steuern – und zuverlässig nachzuweisen. Sogenannte GrünStromJetons belegen die tatsächliche Nutzung von Ökostrom.

Nachhaltigkeit durch gezielten Verbrauch?

Ökostromtarife funktionieren nach dem Prinzip, dass der Energielieferant genau so viel Grünstrom am Markt einkauft, wie der Kunde an Strom verbraucht. Hierbei spielt die physikalische Herkunft des vom Kunden genutzten Stroms keine Rolle. Der Verbrauch wird anhand eines standardisierten Lastprofils rechnerisch über den Tag verteilt. Entsprechend speist das Energieunternehmen zeitgleich die benötigte Menge Ökostrom ins Netz ein. Das Standardlastprofil bildet jedoch nur eine repräsentative Stromverwendung ab. Die individuelle Nutzung bleibt außer Betracht. Deshalb war ein gezielter Verbrauch des jeweils physikalisch vorhandenen Strommixes bisher nicht möglich.
Hier setzt der GrünStromJeton an, der von der Stadtwerke Energie Verbund SEV GmbH, Discovergy GmbH, Sunride GmbH und blog.stromhaltig Ltd unterstützt wird.

Die von Thorsten Zörner entwickelte Idee beruht technisch auf der Nutzung eines SmartMeters, das den stundengenauen Stromverbrauch aufzeichnet, und der Ethereum Blockchain, an die diese Verbrauchsdaten übermittelt werden. Die Ethereum Blockchain ermöglicht den Austausch von Werten mit einer Kryptowährung. GrünStromJetons sind dabei Nachweise für den konkreten Verbrauch von umweltfreundlich produziertem Strom. Sie sind tauschbar und handelbar.

Der Grünstrom-Index zeigt den tatsächlichen Ökostromanteil

GrünStromJetons nutzen den Grünstrom-Index. Dieser listet für jede Postleitzahlregion stundengenau auf, in welchen Zeiten besonders viel Strom aus erneuerbaren Energien an der heimischen Steckdose verfügbar ist. Der ökologisch produzierte Anteil stammt zumeist aus lokal erzeugter Windkraft, Wasserkraft oder Solarenergie. Ein hoher Indexwert zeigt an, dass der Strom aus der Steckdose aktuell einen hohen Ökostromanteil hat. Ein niedriger Wert bedeutet dagegen, dass gerade viel Kohle- und Atomstrom durch das regionale Netz fließt.

Mit einem SmartMeter lässt sich der individuelle Stromverbrauch im Tagesverlauf genau ermitteln. Die GrünStromJeton-App setzt wiederum den eigenen Stromverbrauch in Beziehung zum zeitgleich vorhandenen Strommix. Auf dieser Basis wird der konkrete Verbrauch von Öko- und Graustrom errechnet. Je größer der Anteil des umweltfreundlich erzeugten Stroms ist (das heißt: je höher der Grünstrom-Index ist), desto mehr GrünStromJetons verdient der Verbraucher. Für die Berechnung des persönlichen Strommixes benötigt der Verbraucher lediglich einen Internetanschluss und einen Browser.

Die Digitalisierung der Energiewende

Durch die GrünStromJetons ergibt sich für die Verbraucher ein echter Mehrwert. Denn wer zum Beispiel das Aufladen seiner Autobatterie in die Zeit verlegt, in der mehr Grünstrom durchs Netz fließt, schont die Umwelt nicht nur durch den direkten Verbrauch von umweltfreundlich erzeugtem Strom. Er verhindert auch ein Überangebot an der Strombörse zu anderen Entnahmezeiten. Unternehmen können ihr Umweltengagement nicht nur mit Ökostromtarifen, sondern auch mit einem hohen Grünstromanteil bei der Stromentnahme belegen. Selbst Stromkunden mit üblichen Graustromtarifen können ihren Verbrauch jetzt umweltfreundlicher gestalten.

Thorsten Zörner ist überzeugt, dass der Perspektivenwechsel von der Erzeugung zum Verbrauch die Nachhaltigkeit der Energiewende voranbringen wird. Ökologisch erzeugter Strom müsse nicht nur ins Netz eingespeist werden. Er sollte auch direkt an diejenigen geliefert werden, die Ökostrom nachfragen. Genau dafür seien die GrünStromJetons entwickelt worden. Durch die Digitalisierung der Energiewende soll der Umstieg auf die erneuerbaren Energien konsequent unterstützt werden.




Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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Themenbereiche:

Netze | Strommarkt

Schlagworte:

Stromwirtschaft (11) | Strommix (10) | GrünStromJetons | Discovergy GmbH | SEV GmbH | Sunride GmbH | Grünstrom-Index (2)




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