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Kurzmeldung: Nutzung von offenen WLANs ist keine Straftat

11.08.10  12:30 | Artikel: 952058 | News-Artikel (Red)

Kurzmeldung: Nutzung von offenen WLANs ist keine StraftatDas Amtsgericht Wuppertal hat in einem aktuellen Urteil entschieden, dass das sog. Schwarz-Surfen keine Straftat darstellt.

Wer also ohne Erlaubnis ein fremdes ungesichertes WLAN nutzt, um im Internet zu surfen, macht sich nach Auffassung der Richter nicht strafbar, wie die Kanzlei Ferner in Ihrer Veröffentlichung des Urteils (20 Ds-10 Js 1977/08-282/08) vom 3. August 2010 zitiert.

Bei diesem Verhalten werde weder Tatbestand des unbefugten Abhörens von Nachrichten nach §89 I 1 TKG, noch des unbefugten Abrufens oder Verschaffens personenbezogener Daten nach §§44, 43 II Nr.3 BDSG erfüllt argumentierten die Richter in der Urteilsbegründung. Mit diesem Urteil verwarf das Amtsgericht die eigene Rechtsprechung in vorgehender Instanz.




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



Themenbereiche:

Recht | Sicherheit

Schlagworte:

Urteile | Surfen | Straftat (9) | WLAN (12)