Facebook in vielen Unternehmen nicht erwünscht

02.11.10  10:20 | Artikel: 952086 | Proteus Statement

Facebook in vielen Unternehmen nicht erwünscht[Kommentar] Wir befinden uns im Jahr 2010 n. Chr. Ganz Deutschland ist von Facebook infiziert. Ganz Deutschland? Nein!
Eine Gruppe von größeren Firmen und Industrieunternehmen hört nicht auf, den Eindringlingen Widerstand zu leisten.

Viele Unternehmen gehen mehr und mehr dazu über den sozialen Dienst Facebook komplett in Ihrem Netzwerk zu sperren. Die zu Recht aus mehrerlei Gründen. Datenpannen, Übertragung von Schadsoftware und andere Sicherheitsrisiken machen das Netzwerk zunehmend unsicher. Kaum eine Woche vergeht, ohne das der Dienst wieder einmal Schlagzeilen macht. Aus Angst vor Sicherheitslücken und Datenspionage machen viele Unternehmen jetzt den Laden dicht.

"Für den Großteil unserer Mitarbeiter sind viele externe Social-Media-Angebote aus Sicherheitsgründen am Arbeitsplatz nicht zugänglich", heißt es in einer Stellungnahme der Commerzbank für ein Wirtschaft-Magazin. Auch HeidelbergCement sperrt Facebook und Twitter mittlerweile aus. Und auch bei Volkswagen sind verschiedene soziale Netzwerke gesperrt. Porsche hatte erst neulich die Nutzung von Facebook wegen Bedenken im Zusammenhang mit Wirtschaftsspionage verboten.

Durch das Sperren sind natürlich auch unerwünschte Nebeneffekte gleich mit abgestellt. Nämlich das Surfen und Twittern in der sozialen Welt des Netztes am Arbeitsplatz. Immerhin kosten diese Rumtödeleien die Wirtschaft sehr viel Geld.

Vermutlich wird es über dieses Thema noch weitere Diskussionen geben. In einer kürzlich durchgeführten Umfrage über die Erwartungen an einen Arbeitsplatz wurden mit großem Prozentsatz individuelle Hard- und Softwareausstattung sowie uneingeschränkter Zugang zu sozialen Netzwerken genannt.
Ansichtssache!




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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