Unterschiede: mobile Website oder App

10.10.11  06:00 | Artikel: 953244 | News-Artikel (Red)

Unterschiede: mobile Website oder AppDer Markt für Apps ist in den letzten Monaten stark angewachsen, wie ein Blick in die App-Stores und -markets von Apple oder Google belegen. Nicht jedes Unternehmen sollte sich allerdings sofort mit der Entwicklung von Apps beschäftigen.

Mobile Anwendungen (Apps) müssen zuerst mal für die jeweilige Plattform erstellt werden. Es gibt grundsätzlich diverse Unterschiede, eine App für ein Apple-Gerät oder für ein Android-Gerät zu entwickeln.

Neben der Komplexität der Anwendungsentwicklung ist auch immer die Frage, wie schnell Updates realisiert und in Umlauf gebracht werden können. Zudem ist nicht jede Information, die auf einer Website ihre Berechtigung findet in einer App sinnvoll untergebracht.

Sollten Inhalte der Unternehmenswebsite dem Kunden auch mobil zur Verfügung gestellt werden, so bietet sich in diesem Falle die Umsetzung als mobile Website an. Diese sind entsprechen auf Größe und Geschwindigkeit optimierte Seiten, die speziell für die Darstellung auch auf kleinen Displays geeignet sind.

Mobile Websites haben zudem den Vorteil, das komplexe Anwendungen wesentlich einfacher realisiert werden können. Hier liegt die Business-Logik schließlich auf dem Webserver.

Experten sehen laut einer Studie des Branchenverbandes BITKOM die Apps im Bereich B2C vorne; mobile Website sind eher im B2B-Bereich anzusiedeln.

Sicherlich haben Apps Ihre Berechtigung, wenn es jedoch um News oder Produktneuheiten geht, mag die mobile Seite wohl einfacher umsetzbar sein; zudem kann diese auch von Google indiziert werden und taucht in den Suchergebnissen auf.

Auf der anderen Seite sollte auch ein wenig auf die Sicherheit geachtet werden. Viele User bestätigen bei der Installation einer App blind die Berechtigungen. Warum sollte jedoch eine Anwendung wie z.B. eine elektronische Wasserwaage sowohl Zugriff auf den SMS-Speicher, als auch auf den Standort haben?

Solcherlei Begehrlichkeiten können natürlich von vielen kommerziellen Anbietern ausgenutzt werden. Trotzdem sollte man den Datenschutz bei Erstellung von Apps beachten, wie die Medienberichte der letzten Monate gezeigt haben.




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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