Kurzmeldung: Strompreis gegenüber dem Vorjahr deutlich gefallen

06.03.12  06:00 | Artikel: 954315 | News-Artikel (Red)

Kurzmeldung: Strompreis gegenüber dem Vorjahr deutlich gefallenLaut Pressemitteilung des iwr-Pressedienstes ist der Strompreis an der Börse gegenüber dem Vorjahr um über 6 Prozent gefallen. Endkunden profitieren jedoch nicht davon.

Trotz Atomausstieg wird deutscher Strom an der Börse gegenüber dem Vorjahr deutlich billiger gehandelt. Für deutschen Grundlaststrom wurde im Januar und Februar an der Strombörse durchschnittlich 4,74 Cent pro Kilowattstunde bezahlt. Im gleichen Zeitraum im Jahr 2011 waren es noch 5,05 Cent pro kWh. Das sind 6,1 Prozent weniger, wie das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) in Münster mitteilte. Ausgewertet wurden dabei die Zahlen der European Power Exchange (EPEX/EEX).

Im Januar brach der Preis am Spotmarkt auf 3,99 Cent pro Kilowattstunde ein, der niedrigste Stand seit August 2010. Grund hierfür war die hohen Produktionsmengen im Bereich der Windkraftanlagen.

"Die gesunkenen Börsen-Strompreise kommen beim Verbraucher aber noch nicht an", so IWR-Direktor Dr. Norbert Allnoch.

Es wäre eine völlig neue Erfahrung, würden die Energieversorger, die durch regenerative Energien bescherten Gewinne an die Verbraucher weitergeben. Offizielle Aussage für Strompreiserhöhungen auch in diesem Monat sind wie immer, die gestiegenen Energiekosten.
Frecher kann man den Endkunden kaum ins Gesicht lügen.




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Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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