PV Power Plants in Wien gab interessante Einblicke

02.04.12  06:00 | Artikel: 954338 | News-Artikel (Red)

PV Power Plants in Wien gab interessante EinblickeDie PV Power Plants - EU 2012 fand dieses Jahr zum dritten Mal statt. Themenschwerpunkte waren dabei Problemstellungen und Lösungen bei der Realisierung von Solar-Großanlagen der Megawatt-Klasse sowie der Informationsaustausch zur Situation der Photovoltaik in verschiedenen Teilen der Welt. Spezielle Vorträge zu osteuropäischen Ländern fanden regen Anklang, da ja die Situation auf dem heimischen Markt zunehmend schwieriger wird. Die Wahl des Konferenzortes Wien erwies sich dabei für die Solarpraxis AG als Veranstalter als durchaus gelungen.

Nach Begrüßung der etwa 150 Teilnehmer aus allen Teilen der Welt durch Anika Sperling von der Solarpraxis AG führte dann Jonathan Gifford (pv magazine) mit Fachwissen und Eloquenz durch den ersten Vortragsteil.

Interessante Aussagen kamen dabei zum Auftakt schon von Bernhard Beck (Belectric), der zum einen auf die Tatsache hinwies, dass Megawatt-Anlagen faktisch zur Netzstabilisierung beitragen können und zum anderen, dass eine dringende Notwendigkeit für eine Einführung von Standards im PV-Bereich notwendig ist.
Eine unglaubliche Vielfalt auf dem Modul-Markt mache es beispielsweise notwendig, jede Anlage separat neu zu planen. Über neu zu definierende globale Standards könnten immense Kosten eingespart werden.

Symvol Warnung vor StrahlungChristian Steinberg (Solarpraxis AG) stellte dem Fachpublikum dann die aktuelle Situation auf dem deutschen Markt bzw. in der deutschen Energiepolitik vor, nicht ohne auf die Macht und die Intentionen der großen Netzbetreiber hinzuweisen und die ggf. moralisch bedenklichen Beweggründe der beteiligten Minister zu verurteilen. Der Vergleich der Farben der schwarz-gelben Koalition mit den Farben des Zeichens für Gefahr vor Strahlung wurde als durchaus treffend gewertet.

Standardisierung und Einsparpotentiale waren dann an beiden Tagen eines der Hauptthemen ebenso wie die verschiedenen Möglichkeiten der Kostenreduktion bei allen Beteiligten. Grundsätzlich wird es in den nächsten Jahren noch weitere Einsparpotentiale geben. Allein bei den Solarmodulen rechnen Experten mit 50% bis 2020. Immerhin stellen Solarmodule immer noch einen Kostenblock von über 50% beim Anlagenbau dar. Trotzdem wurden auch verschiedene Punkte zur Vergünstigung bei Wechselrichtern und Baukosten angesprochen, um in naher Zukunft auch ohne Einspeisevergütung wettbewerbsfähig zu sein. In verschiedenen Ländern wäre diese Netzparität schon erreicht.

Weitere Themen waren auch die Netzstabilisierung, die PV-Anlagen durchaus erbringen können, als auch Wartung und Betriebsführung sowie verschiedene Szenarien in Zusammenhang mit Diebstahlprävention.

Die Teilnehmer waren nach diesen zwei informativen Tagen durchaus zufrieden, so dass Anika Sperling mit ihrem Team ein durchweg positives Résumé ziehen konnte.

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Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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