Insolvenz der Dresdener Sunstrom GmbH jetzt amtlich

30.07.12  09:45 | Artikel: 954496 | News-Artikel (Red)

Die Sunstrom GmbH aus Dresden hatte am letzten Donnerstag Insolvenz angemeldet. Das Amtsgericht Dresden hat den Rechtsanwalt Rüdiger Wienberg von der Kanzlei hww Wienberg Wilhelm zum vorläufigen Insolvenzverwalter des Tochterunternehmens von Solarwatt bestellt. Die Kanzlei hatte bereits am gleichen Tag eine entsprechende Pressemitteilung herausgegeben, in der es unter anderem hieß:

»[...] Zunächst wird sich Wienberg ein Bild von der Lage machen und Kontakt zu den wichtigsten Kunden und Lieferanten aufnehmen, um nach Möglichkeit die Fortsetzung der laufenden Projekte und die weitere Belieferung mit Material zu gewährleisten. Löhne und Gehälter der Mitarbeiter sind über das Insolvenzgeld bis Ende September gesichert. „Soweit möglich, wird der Geschäftsbetrieb zunächst fortgeführt“, sagte Wienberg.
Anschließend wird Wienberg die zur Verfügung stehenden Sanierungsoptionen prüfen. „Die SunStrom GmbH ist seit über zwölf Jahren am Markt und verfügt über erstklassiges Know-how und hervorragende Referenzen“, so Wienberg. „Ein Unternehmen mit derartig großer Projekterfahrung ist u.a. für Investoren durchaus interessant.“ Wienberg gilt als branchenerfahrener Experte und hatte zuletzt die SOLON SE, einen der größten Solarmodulproduzenten Europas, erfolgreich saniert. [...]«


In der Insolvenzsache teilte das Amtsgericht Dresden jetzt mit:


Amtsgericht Dresden, Aktenzeichen: 534 IN 1668/12

In dem Insolvenzeröffnungsverfahren über das Vermögen der
SunStrom GmbH, Moritzburger Weg 67, 01109 Dresden AG Dresden, HRB 19414
vertreten durch den Geschäftsführer Matthees Reiner
vertreten durch den Geschäftsführer Riedel Stephan

- wurde am 26.07.2012 um 16.15 Uhr Rüdiger Wienberg, Wasastraße 15, 01219 Dresden, Telefax 0351 34085 5, Website www.hww.eu, Telefon geschäftlich 0351 34085 0 zu dem vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.

Der vorläufige Insolvenzverwalter ist ermächtigt, Bankguthaben und sonstige Gelder entgegenzunehmen.
Der Beschluss liegt in der Geschäftsstelle des Insolvenzgerichts zur Einsicht der Beteiligten aus.

- wurde angeordnet, dass Verfügungen der Schuldnerin über Gegenstände der Insolvenzmasse nur mit Zustimmung des vorläufigen Insolvenzverwalters wirksam sind (allgemeiner Zustimmungsvorbehalt § 21 Abs. 2 Nr. 2 2. Alternative InsO ). Die Drittschuldner dürfen nur an den vorläufigen Insolvenzverwalter leisten, es sei denn, der vorläufige Insolvenzverwalter stimmt der Leistung an die Schuldnerin zu.

Die Einzelzwangsvollstreckung wurde eingestellt.
Der Beschluss liegt in der Geschäftsstelle des Insolvenzgerichts zur Einsicht der Beteiligten aus.

27.07.2012




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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