Stromkosten steigen! - Das gilt für fossile Energie - nicht für Solarstrom

30.08.12  08:15 | Artikel: 954569 | News-Artikel (e)

Stromkosten steigen! - Das gilt für fossile Energie - nicht für SolarstromZur aktuellen Diskussion um die Strompreise erklärt der weltweit größte Solarkraftwerksbauer BELECTRIC:

In der Debatte über die Strompreisentwicklung wird immer wieder die Solarenergie als Hauptursache für die steigenden Verbraucherpreise im Strombereich herangezogen. Tatsächlich sinken die Kosten des Solarstroms, insbesondere im großen Anlagensegment. Für steigende Strompreise sorgen vielmehr der teure Wind-Offshore Ausbau, die ineffiziente Nutzung von Flächen für die Energieproduktion in Deutschland und die stetig wachsenden Ausnahmeregelungen für die Industrie bei der EEG-Umlage.

1. Die Photovoltaik und allen voran das Freiflächensegment mit Solarkraftwerken leisten einen wachsenden Beitrag zur Energieversorgung. Das Freiflächensegment ist die kostengünstigste Form der Photovoltaik, hat einen hohen Anteil an lokaler Wertschöpfung und leistet mittels fortschrittlicher Technologie einen Beitrag zur Netzstabilisierung. Moderne Solarkraftwerke mit optimierter Blindleistungsregelung können die Kosten des prognostizierten Netzausbaus auf Verteilnetzebene stark reduzieren und so die Verbraucher entlasten. Wurden 2004 Freiflächen-Solarkraftwerke noch mit über 45 cent/kWh vergütet, so produzieren sie heute bereits für 12,5 cent/kWh und sind damit weit günstiger als viele andere erneuerbare Energien. "Damit konnten Freiflächen-Solarkraftwerke in den letzten 8 Jahren über 70% Kosten senken, anders als fossile Energieträger, deren Preise ständig steigen. Bereits 2014 werden Solarkraftwerke in der Lage sein zu vergleichbaren Preisen, wie von effizienten Gaskraftwerken, Strom zu produzieren", sagt der Geschäftsführer der BELECTRIC Solarkraftwerke GmbH, Bernhard Beck, voraus.

4. Bereits im Januar 2012 hat das Institut für ZukunftsEnergieSysteme IZES berechnet, dass die EEG Umlage ohne die umfangreichen Ausnahmeregelungen für energieintensive und im internationalen Wettbewerb befindliche Betriebe, sogar gesunken wäre.[2] Die Bundesregierung hat weite Teile der Industrie von der Kostenumlage für den Ausbau der Erneuerbaren Energien ausgenommen und somit maßgeblich zur jetzigen Debatte beigetragen. Selbst die Bundesnetzagentur beobachtet diese Entwicklung mit Sorge und hat ausgerechnet, dass die größten Stromverbraucher des Landes ca. 18 Prozent der Elektrizität verbrauchen, aber nur 0,3 % der EEG-Umlagekosten übernehmen.

Es ist daher rational unergründlich, warum der Gesetzgeber in der jüngsten EEG Novellierung die Vergütung für das Freiflächensegment über 10 MWp gestrichen hat. Es wurde eine Chance vertan den Übergangszeitraum bis zur preislich marktgerechten Produktion von Solarstrom verbindlich und vertretbar zu gestalten. Die geplante Verordnung für Anlagen über 10 MWp sollte schnellstens umgesetzt werden. "Außerdem sollten die Restriktionen, die den Standort einer Anlage heute im EEG bestimmen aufgehoben werden, um Anlagen endlich dort errichten zu können, wo sie netztechnisch und aus Verbraucherperspektive am sinnvollsten sind" fordert Bernhard Beck, Geschäftsführer der BELECTRIC Solarkraftwerke GmbH. Die regionale Planungshoheit muss hier im Vordergrund stehen.

[1] RWI, August 2012: "Marktwirtschaftliche Energiewende: Ein Wettbewerbsrahmen für die Stromversorgung mit alternativen Technologien"
[2] IZES, 2012: Eruierung von Optionen zur Absenkung der EEG Umlage.




(Quelle: BELECTRIC)


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