Erneuerbare Energien sind nicht der Energiepreistreiber

08.10.12  05:15 | Artikel: 954661 | News-Artikel (Red)

Im Vorfeld der Verkündung der EEG-Umlage für das nächste Jahr, welche am 15. Oktober durch die Übernetzbetreiber bekannt gegeben wird, werden immer wieder die Erneuerbaren Energien als Preistreiber des Strompreises gebrandmarkt. Ich weise in diesem Zusammenhang unermüdlich darauf hin, dass die EEG-Umlage nur ein Teil des Strompreises ausmacht und die Strompreise von 2000 bis 2012 um 12 Cent/kWh gestiegen sind, während die EEG-Umlage im gleichen Zeitraum um knapp 3,4 Cent/kWh stieg.

Auch innerhalb der EEG-Umlage spielt der Ausbau der Erneuerbaren Energien bei der Erhöhung der EEG-Umlage eine untergeordnete Rolle. Kostentreiber sind hier vielmehr die Ausweitung der Befreiungen für die energieintensive Industrie und der gesunkene Börsenstrompreis.

Aber nicht nur die Strompreise steigen beständig, sondern die Energiepreise insgesamt. So stiegen für einen durchschnittlichen Haushalt in den letzten 12 Jahren die Preise für Heizöl um 120 Prozent, die Preise für Benzin um knapp 70 Prozent und die Preise für Strom ebenfalls um 70 Prozent.

Zu diesen Themen hat die Agentur für Erneuerbare Energien eine gute Übersicht veröffentlicht, welche die Hintergründe der steigenden Energie- und Strompreise beleuchtet.

Papier der Agentur für Erneuerbare Energien




Autor: Hans-Josef Fell, MdB

www.hans-josef-fell.de

Hans-Josef Fell ist energiepolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied des Bundestages seit 1998. Wir veröffentlichen regelmäßig einen Teil der wöchentlichen Infobriefe.



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