Junge Menschen können ohne Facebook nicht mehr leben

23.10.12  08:30 | Artikel: 954704 | News-Artikel (Red)

Junge Menschen können ohne Facebook nicht mehr lebenAllensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACTA) 2012 veröffentlicht: Fast jeder zweite 14- bis 64-Jährige ist Mitglied in einem sozialen Netzwerk im Internet. 18 Millionen Menschen gehen inzwischen mobil ins Internet. Drei von vier Verbrauchern kaufen online ein. Nutzung von Medien-Apps deutlich gestiegen.

Viele jüngere Mitglieder sozialer Netzwerke können sich ein Leben ohne Facebook & Co. nicht mehr vorstellen. 51 Prozent der 14- bis 19-jährigen Nutzer sozialer Netzwerke stimmen der Aussage zu "Ich kann mir ein Leben ohne soziale Netzwerke nicht mehr vorstellen."
Zum Vergleich: Ein Leben ohne Handy können sich in dieser Altersgruppe 73 Prozent nicht mehr vorstellen.

Auch in den anderen Altersgruppen, insbesondere bei den 20- bis 29-jährigen Mitgliedern sozialer Netzwerke, gibt es inzwischen ebenfalls eine bemerkenswerte Zahl an Menschen, die sich ein Leben ohne soziale Netzwerke nicht mehr vorstellen können. Das ergab die repräsentative jährliche Allensbacher Computer- und Technik-Analyse (ACTA), die am 22. Oktober 2012 veröffentlicht wurde.



Eine weiterere Entwicklung ist die Zunahme der mobilen Internetnutzung über Smartphones, Tablet-PCs und andere internetfähige Mobil-Geräte. Inzwischen nutzt fast jeder dritte Enduser im Alter von 14 bis 69 Jahren das Internet über eines dieser Geräte. Das entspricht 18 Mio. mobilen Internetnutzern - ein Anstieg um rund 80 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, der mit erheblichen Verwicklungen für das Kommunikations- und Informationsverhalten der Bevölkerung verbunden ist.

Ein weiterer durchaus nachhaltiger Trend ist das Online-Shopping. Fast drei von vier Verbrauchern in der Altersgruppe von 14 bis 64 Jahren kaufen im Internet Waren oder Dienstleistungen ein. Jeder fünfte Verbraucher hat in den letzten zwölf Monaten 10 und mehr Käufe online getätigt.

Besonders überraschend ist die Ausweitung der Anwender von Medien-Anwendungen mit vorwiegend tagesaktuellen Informationen, die im Vergleich zum Vorjahr bezeichnend angestiegen sind. So nutzten vor einem Jahr erst 2,8 Prozent der Bevölkerung die Apps von Focus, Der Spiegel, Stern und Die Zeit; heute sind es mit 6,6 Prozent fast zweieinhalb mal so viele, die zum Nutzerkreis dieser Medien gehören. Auch die Apps von (überregionalen) Tages- bzw. Wirtschaftszeitungen, regionalen Tageszeitungen sowie Nachrichtensendern werden heute von mehr Menschen genutzt als noch 2011. Damit zeichnet sich deutlich ab, das die Verlage mit Printprodukten nicht mehr wirklich viel gewinnen können; auch ein Grund für das Leistungsschutzrecht.

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Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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