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Dettmer: „Energiewende darf nicht zum Spielball im Wahlkampf werden“

11.02.13  17:00 | Artikel: 955141 | News-Artikel (e)

Dettmer: „Energiewende darf nicht zum Spielball im Wahlkampf werden“«Das jüngste Rösler-Papier zeigt: Das wichtige Projekt Energiewende ist endgültig zum Wahlkampfthema degradiert worden. Die zuständigen Minister sind in einen Überbietungswettstreit darüber getreten, wer angeblich die Kosten der Energiewende am besten senkt.

Dabei lassen sie nicht nur einen Mangel an gutem politischen Stil missen, sondern sorgen mit unausgegorenen Vorschlägen für allgemeine Verunsicherung.

Der Vorschlag des Bundeswirtschaftsministers, die Direktvermarktung für alle Neuanlagen verpflichtend zu machen, ist nicht weniger als die komplette Umstellung des EEG. Inwieweit das tatsächlich zur Reduktion von Kosten beiträgt, bleibt fraglich.

Auch die anderen in dem Papier genannten Maßnahmen (Wegfall Entschädigungen und Vergütungsabsenkung Windenergie onshore) sorgen nur für begrenzte Kosteneinsparungen. So etwa geht gerade einmal ein Prozent des in Deutschland produzieren Windstroms durch Abschaltungen verloren. Da jedoch einzelne Projekte sehr stark betroffen sein können, führt der komplette Wegfall von Entschädigungen zum wirtschaftlichen Fiasko für einige Anlagenbetreiber.

Auch eine pauschale Vergütungsabsenkung für Windenergieanlagen ist aus unserer Sicht der falsche Weg. Vielmehr gilt es genau zu analysieren, wo in dem komplexen Vergütungssystem Kosten reduziert werden können. Die Energiewende darf nicht zum Spielball der Parteien im Wahlkampf werden. Dazu ist sie für die Zukunft des Landes zu wichtig.»




(Quelle: Bundesverband Windenergie e.V. (BWE))


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