bne begrüßt Einigung zwischen Ministerien: EEG-Vorschläge weisen in die richtige Richtung

15.02.13  05:00 | Artikel: 955161 | News-Artikel (e)

bne begrüßt Einigung zwischen Ministerien: EEG-Vorschläge weisen in die richtige RichtungDie kurzfristige Einigung zwischen Bundesumwelt- und Bundeswirtschaftsministerium in Sachen EEG-Weiterentwicklung weist nach Ansicht des Bundesverbandes Neuer Energieanbieter e.V. (bne) in die richtige Richtung.

Insbesondere mit dem Vorschlag, große Erneuerbare-Anlagen zu verpflichten, ihren Strom direkt zu vermarkten, sei ein wesentlicher Beitrag zur Kostendämpfung innerhalb des Systems geleistet, so der bne.

Allerdings müsse angesichts des ambitionierten Zeitplans für die angedachten Gesetzesvorhaben darauf geachtet werden, pragmatische Übergangslösungen für jene Unternehmen zu finden, die in diesem Bereich tätig sind.

„Dass die Erneuerbaren, die im Mittelpunkt des derzeitigen Systemwechsels stehen, dort auch mehr Verantwortung übernehmen werden, kann heute niemand mehr ernsthaft kritisieren“, sagte Robert Busch, bne-Geschäftsführer. Deshalb sei der Vorschlag der beiden Bundesminister, Erneuerbare-Anlagen mit über 150 Kilowatt Leistung zur Direktvermarktung zu verpflichten, sehr zu begrüßen. Dies könne auch niemanden überfordern, „schließlich sind 2012 bereits bis zu 70 Prozent der Onshore erzeugten Windstrommengen direkt vermarktet worden“, so Busch.

Durch die jetzt vorgesehene Verpflichtung der großen erneuerbaren Erzeuger könnten die Kosten des Gesamtsystems gedämpft werden, „was sich insgesamt nachhaltig und langfristig auf die Verbraucherpreise auswirkt“, erläuterte Busch.

Trotz des ambitionierten Zeitplanes sieht Busch gute Chancen für das Gesetzesvorhaben: „Denn die Vorschläge dürften im Bundesrat auf nicht allzu großen Widerstand treffen – beruhen sie doch allesamt auf der von den Ländern mitgetragenen Erklärung zur Weiterentwicklung des EEG vom 23. Oktober 2012“, sagte er. Jetzt komme es darauf an, keine Fehler in der weiteren Ausgestaltung zu machen, um den großen Teil der bereits funktionierenden Direktvermarktung nicht zu beschädigen, betonte Busch. Pragmatische Übergangsregelungen seien hier in jedem Fall nötig.


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(Quelle: Bundesverband Neuer Energieanbieter e.V. (bne))


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