juwi-Sparkonzept zur Energiewende entlastet private Stromkunden um sechs Milliarden Euro

06.03.13  16:35 | Artikel: 955236 | News-Artikel (e)

juwi-Sparkonzept zur Energiewende entlastet private Stromkunden um sechs Milliarden EuroVorstände warnen vor Altmaier-Plänen und setzen auf eigenes Konzept
Gut gerüstet für die Zukunft will EE-Spezialist weiter moderat wachsen

Der Kampf um die Energiewende in Deutschland geht in die entscheidende Runde. Bei seiner Jahrespressekonferenz übte der Vorstand der Wörrstädter juwi-Gruppe heftige Kritik an den als „Strompreisbremse“ bekannt gewordenen Plänen der Bundesregierung zum Ausbau der erneuerbaren Energien. «Rückwirkende Abgaben auf Altanlagen, fünf Monate ohne sichere Vergütung und Kürzungen nach der Rasenmähermethode würden eine ganze Branche an den Abgrund führen, zehntausende von Arbeitsplätzen gefährden und den Umbau unserer Energieversorgung praktisch stoppen», warnen die juwi-Gründer und Vorstände Fred Jung und Matthias Willenbacher. «Und dies alles für minimale Einsparungen». Dabei geht es auch anders: juwi hat gemeinsam mit weiteren Unternehmen der Branche ein Konzept entwickelt, mit dem bei der sogenannten EEG-Umlage bereits im kommenden Jahr mehr als sechs Milliarden Euro eingespart werden könnten - ohne die Energiewende abzuwürgen.

„Bei allem Verständnis für Politiker im Wahlkampfmodus sollte aber doch vorher bedacht werden, welche Auswirkungen schon die Ankündigung von derart unausgegorenen Sparmaßnahmen haben“, sagt juwi-Chef Willenbacher in Richtung des Minister-Duos Altmaier und Rösler. Sollte auch nur ein Teil der Pläne tatsächlich umgesetzt werden, würde in Deutschland kaum noch ein Windpark gebaut werden und ans Netz gehen können. Willenbacher: „Die Energiewende wäre praktisch tot.“

Besonders stolz ist man bei juwi, dass diese gravierenden Veränderungen den Geschäftserfolg des Energiespezialisten im zurückliegenden Jahr nicht beeinträchtigt haben. „Unsere Mitarbeiter haben durch die Bank einen tollen Job gemacht“, lobt Martin Winter, seit Mitte letzten Jahres als CFO für die juwi-Finanzen zuständig. „Wir haben sage und schreibe 321 Megawatt aus Solarkraftwerken installiert. Und mit 314 MW Windenergie waren wir 2012 in Deutschland die Nummer 1“. In einem schwierigen Marktumfeld konnte die juwi-Gruppe ihren Umsatz um rund zehn Prozent auf 1.1 Milliarden Euro steigern. „Und das“, so Finanzvorstand Winter, „bei einem soliden Ergebnis“.

So soll es auch weitergehen. Winter: „Wir setzen auf kontinuierliches Wachstum und wollen die Gesamtleistung im juwi-Konzern bis 2015 auf 1.5 Milliarden Euro erhöhen. Dabei behalten wir selbstverständlich auch den Ertrag stets im Auge.“ Verändern wird sich laut Winter die prozentuale Verteilung der EE-Technologien an der Geschäftstätigkeit. In Deutschland wie auch weltweit wird die Windenergie Zug um Zug einen größeren Anteil an den juwi-Aktivitäten ausmachen. „Weltweit hat aber auch die Solarenergie Wachstumspotenzial“, sagt Winter. Dies gelte Insbesondere für Asien, wo juwi im zurückliegenden Jahr in Singapur eine Niederlassung eröffnet hat und von dort aus zukunftsträchtige Projekte in Japan, Thailand aber auch Indien in Angriff genommen hat.




(Quelle: juwi)


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