Fell: Greenpeace: Tod aus dem Schlot

04.04.13  11:40 | Artikel: 955360 | News-Artikel (Red)

Fell: Greenpeace: Tod aus dem Schlot
Hans-Josef Fell, MdB
In Deutschland produzierter Kohlestrom tötet europaweit jährlich über 3100 Menschen, so das Ergebnis einer Studie, die gestern von Greenpeace vorgelegt wurde. Die Feinstäube aus der Kohleverbrennung, schön garniert mit einem Giftcocktail aus Cadmium, Quecksilber, Uran und anderen Giftstoffen verursachen erhebliche Gesundheitsgefährdungen.

Es ist gut, dass Greenpeace eindrucksvoll auf diese längst in der politischen Versenkung verschwundenen verheerenden Auswirkungen der Kohlestromerzeugung hingewiesen hat.

Bezeichnend sind die beschwichtigenden und ignoranten Äußerungen aus der Kohlewirtschaft, die die Gesundheitsprobleme leugnen, so wie sie es unentwegt auch mit den Klimaproblemen tun. Dabei hat der Kohlestrom die höchsten CO2-Emissionen und ist zudem die dreckigste aller Stromerzeugungsarten, trotz angeblich modernster Filtertechnologie.

Allerdings sollte sich Greenpeace mit seinen Forderungen an der aktuellen Ausbausituation der Erneuerbare Energien orientieren, die bis 2030 eine Vollversorgung mit 100 Prozent Ökostrom erwarten lassen, ganz nach der Beschlüssen der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Viele in den Initiativen für 100 Prozent Erneuerbare können nur den Kopf schütteln, warum ausgerechnet Greenpeace giftemittierende Steinkohlekraftwerke noch bis 2040 am Netz halten will.

Zur Studie von Greenpeace




Autor: Hans-Josef Fell, MdB

www.hans-josef-fell.de

Hans-Josef Fell ist energiepolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied des Bundestages seit 1998. Wir veröffentlichen regelmäßig einen Teil der wöchentlichen Infobriefe.



Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik

Schlagworte:

Kohlestrom (11) | Studie (126) | Greenpeace (29) | Kohlestromerzeugung | Ausbausituation

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