Erfolgsfaktoren für die Energiewende: Markt und Europa - Energiepolitisches Eckpunktepapier der European Energy Exchange (EEX)

19.06.13  13:00 | Artikel: 955662 | News-Artikel (Red)

Erfolgsfaktoren für die Energiewende: Markt und Europa - Energiepolitisches Eckpunktepapier der European Energy Exchange (EEX)Seit Monaten wird im Rahmen der Energiewende intensiv über ein neues Strommarktdesign diskutiert. Dabei wird immer auch die Entwicklung des Strompreises an der Börse angesprochen. Nun meldet sich die European Energy Exchange (EEX), also die europäische Strombörse, mit einem Eckpunktepapier zu Wort.

Die Energiewende und die Energiepolitik in Deutschland verändern die Energiemärkte grundlegend. Neben der damit verbundenen Unsicherheit über den zukünftigen Rechtsrahmen bringt es vor allem der steigende Anteil Erneuerbarer Energien mit sich, dass die Marktteilnehmer kurzfristiger planen und handeln. Außerdem ist trotz einer weit fortgeschrittenen europäischen Integration der Energiemärkte wieder ein Trend zur verstärkten nationalen Energiepolitik erkennbar.

Im Vordergrund der Debatte steht vor allem die Frage, wie der Strommarkt der Zukunft gestaltet werden sollte. Politische Veränderungen im Energiemarkt spiegeln sich stets auch unmittelbar an der Börse wider – sowohl im Handelsverhalten der Marktakteure als auch in den ermittelten Preisen. Nicht selten sind politische Aussagen von Öttinger, Altmaier, Rösler und Co. auch an der Börse spürbar. Aus diesem Grund formuliert die European Energy Exchange (EEX) in einem Grundsatz-Papier acht energiepolitische Eckpunkte, die aus Börsensicht für ein zukünftiges Strommarktdesign unter Einbeziehung des Europäischen Emissionshandels unabhängig von der detaillierten Ausgestaltung gelten sollten.

Die Eckpunkte beziehen sich dabei alle auf die beiden Dimensionen „Markt“ und „Europa“, die aus Sicht der EEX den Bezugsrahmen für ein zukünftiges Marktdesign darstellen sollten. Denn die Energiewende ist zu komplex, um sie durch zentrale Vorgaben und nur auf die nationale Ebene begrenzt zu steuern. Stattdessen sollten sowohl Wettbewerb und Marktmechanismen als auch die Potentiale des europäischen Energiebinnenmarkts genutzt werden, um die Umsetzung gesamtwirtschaftlich effizient zu gestalten.

Über die EEX
Die European Energy Exchange (EEX) mit Sitz in Leipzig entstand im Jahr 2002 durch die Fusion der deutschen Strombörsen Frankfurt und Leipzig. Seitdem hat sie sich von einer reinen Strombörse hin zu einem führenden Handelsplatz für Energie und energienahe Produkte mit internationalen Partnerschaften entwickelt. An den Märkten der EEX-Gruppe können Teilnehmer Strom, Erdgas, CO2-Emissionsberechtigungen und Kohle auf Großhandelsebene kaufen und verkaufen. Derzeit sind 230 Unternehmen aus 24 Ländern als Handelsteilnehmer an der EEX zugelassen. Die EEX-Gruppe hat ihren Hauptsitz in Leipzig sowie Büros in London, Paris und Brüssel.

Das Eckpunktepapier als PDF-Download




(Autor: EEX | Björn-Lars Kuhn)


Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | Strommarkt

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