IG Windkraft Österreich: 100% Ökostrom bis 2020

24.06.13  06:00 | Artikel: 955677 | News-Artikel (e)

IG Windkraft Österreich: 100% Ökostrom bis 2020Mit stabilen Rahmenbedingungen geht's vorwärts

Mit stabilen Rahmenbedingungen für den weiteren Ausbau kann die Stromversorgung in Österreich im Jahr 2020 zu 100% durch erneuerbare Energie sichergestellt werden. «Österreich muss Vorbildnation für ganz Europa werden», erklärt Josef Plank, Präsident von Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) und ergänzt: "Mit dem Ökostromgesetz 2012 sind schon erste Weichen in diese Richtung gestellt worden. Jetzt muss noch das gesamte Umfeld auf die energiepolitische Zielsetzung für erneuerbare Energien ausgerichtet werden. Die Politik muss die Stolpersteine beseitigen."

2010 wurde von den Erneuerbaren Energie Verbänden ein Plan vorgelegt, wie Österreich bis 2020 zu 100% mit erneuerbarem Strom versorgt werden könnte. Eine erste Zwischenbilanz wurde heute gezogen: Wind 1378 MW, PV 363 MWp, 760 MW Biomasse (inkl. Biogas) und Kleinwasserkraft 1321 MW. Dazu Hans Kronberger vom Bundesverband Photovoltaic Austria: "Bereits nächstes Jahr decken die Photovoltaik-Anlagen 1% des heimischen Strombedarfs und 2015 wird das erste Gigawattpeak installiert sein."

Die erneuerbaren Energien genießen den Vorteil, bei der Einspeisung ins Stromnetz vorrangig behandelt zu werden. "In der Praxis ist dies leider nicht immer so", berichtet Kronberger und ergänzt: "Die vorrangige Einspeisung ist in einer EU Richtlinie verankert, da sie sehr wichtig ist, um den Erneuerbaren zum Durchbruch zu verhelfen. War es die bisherige Aufgabe die Markteinführung der Erneuerbaren zu unterstützen, so wird es in Zukunft immer wichtiger werden, die bürokratischen Hindernisse, die einem großflächigen Ausbau im Weg stehen, abzubauen. Im PV-Bereich gibt es dazu das Projekt "PV GRID", das europaweit die bürokratischen Hürden aufdeckt, um sie in weiterer Folge abzubauen. Das Projekt unterstützt auch die Integration der erneuerbaren Energien in das Stromnetz.

Das Ziel "100% erneuerbare Energien" bedarf nicht nur des Ausstieges aus der Atomenergie, sondern auch die schrittweise Abkehr von fossilen Kraftwerken. "Auch Biomasse kann rund um die Uhr und zwölf Monate im Jahr Strom erzeugen. Die Abdeckung von Spitzenlast ist bei entsprechenden Rahmenbedingungen ebenfalls möglich und das geschieht im Gegensatz zu Öl, Kohle und Gas, nachhaltig, umweltfreundlich und mit regionaler Wertschöpfung", erläutert Christoph Pfemeter, Geschäftsführer des Österreichischen Biomasse-Verbandes. "Die Fossil- und Atomkraftwerke müssen einfach europaweit zurückgedrängt werden. So können wir uns dem Ziel 100% Ökostrom in Österreich in raschen Schritten nähern", erklärt Plank abschließend.




(Quelle: IG Windkraft Österrreich)


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