VKU: «Energiewende muss oberste Priorität haben»

23.10.13  08:45 | Artikel: 956048 | News-Artikel (e)

VKU: «Energiewende muss oberste Priorität haben»Anlässlich der Konstituierung des 18. Deutschen Bundestages appelliert der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) an die Abgeordneten, die Energiewende als zentrales Reformprojekt Deutschlands in der neuen Legislaturperiode voranzutreiben. VKU-Hauptgeschäftsführer Hans-Joachim Reck:

"Um das hohe Maß an Versorgungssicherheit weiterhin zu gewährleisten und um zu mehr Kosteneffizienz im Transformationsprozess zu kommen, ist baldiges Handeln nötig. Die derzeitigen politischen Rahmenbedingungen machen den Aus- und Umbau hin zu einem effizienteren, bezahlbaren und umweltfreundlicheren Energiesystem unmöglich. Die Energiewende muss in dieser Legislaturperiode oberste Priorität haben. Deshalb sind die Abgeordneten aufgefordert, in den Ausschüssen konkrete und intensiv geprüfte Handlungsoptionen mit Blick auf einen Energiemarkt der Zukunft anzugehen."

Aus VKU-Sicht muss der Energiemarkt in einem integrierten Ansatz weiterentwickelt werden. Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit haben dabei höchste Priorität. Der Verband hat dazu im März 2013 ein integriertes Energiemarktdesign vorgelegt, das die Versorgungssicherheit auf wettbewerblichem Wege über Leistungszertifikate gewährleistet und die effiziente Förderung erneuerbarer Energien durch ein mengenbasiertes Ausschreibungsmodell steuert sowie einen innovations- und investitionsfördernden Regulierungsrahmen für die Verteilnetze vorsieht.

Für den Ausgleich der erneuerbaren Energien, braucht es auch auf lange Sicht noch moderne, flexible und effiziente konventionelle Erzeugungsanlagen. Viele Anlagen können im heutigen Energiemarkt aber nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden. Selbst bestehende Kraftwerke sind deutschlandweit aus wirtschaftlichen Gründen von der Stilllegung bedroht. Deshalb appelliert der VKU an die Politik, neue gesetzliche Rahmenbedingungen zu schaffen, um die richtigen Impulse für Investoren und Betreiber zu setzen. Reck: "Der VKU steht als konstruktiver Gesprächspartner für die kommenden Verhandlungen zur Verfügung."




(Quelle: Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU))


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