Statistik: Zeitungs-Websiten nach Paywall-Einführung

07.01.14  11:00 | Artikel: 961102 | News-Artikel (Red)

Statistik: Zeitungs-Websiten nach Paywall-EinführungDas Modell Paywall* gilt vielen Verlegern hierzulande als ein probates Mittel, die einbrechenden Werbeumsätze zu kompensieren. Aktuell setzen 68 Online-Angebote in Deutschland und die deutsche Seite des Wall Street Journals auf Bezahlschranken im Netz.

Besonders die Einführung von Bildplus erzeugte im Sommer einen großen Widerhall in den Medien. Jetzt veröffentlichte Springer Zahlen, die den Erfolg der Bild-Paywall zu belegen scheinen. Aber ist das, was gut für den Umsatz ist, auch gut für den Traffic?

Statista hat sich auf Basis der von der IVW veröffentlichten Gesamtvisits einmal die Trafficentwicklung bei einigen Zeitungen nach Einführung der Paywall angesehen. Dabei hat sich ein gemischtes Bild ergeben.

Welt, Kieler Nachrichten und Hamburger Abendblatt blieben stabil, Berliner Morgenpost und Lübecker Nachrichten mussten in den Monaten danach empfindliche Verluste hinnehmen. Auch Bild.de hat gegenüber dem Monat vor der Paywall-Einführung Einbußen hinnehmen müssen. Dazu muss aber gesagt werden, dass der Mai 2013 mit über 270 Millionen Visits für Bild.de ein Rekordmonat war.

Zeitungen mit Paywallentwicklung

Quelle: Statista

Es muss betont werden, dass der Vergleich bedingt durch saisonale Effekte und unterschiedliche Paywall-Modelle nicht mehr als eine Tendenz zeigen kann. Es ist des Weiteren auch nicht auszuschließen, dass es weitere Gründe für eine positive oder negative Trafficentwicklung geben kann.

* Als Paywall (deutsch Bezahlmauer) oder Bezahlschranke wird ein Mechanismus bezeichnet, mit dem bestimmte Inhalte einer Website nur nach dem Bezahlen einer Gebühr oder dem Abschluss eines Abonnements sichtbar sind (Paid Content). Der Begriff ist besonders bei Websites von Zeitungen und Zeitschriften gebräuchlich, die mit einer Paywall versuchen, ein alternatives Geschäftsmodell zu entwickeln, das nicht oder nur zum Teil auf einer Finanzierung mittels Anzeigen basiert. Als Grund für die Einführung solcher Bezahlschranken wird von den Verlagshäusern die Kompensation von fehlenden Anzeigenerlösen im World Wide Web genannt. [Q: Wikipedia]




(Autor: Statista | BLK)


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