Windenergie in Deutschland ist im internationalen Vergleich kosteneffizient

07.04.14  08:16 | Artikel: 961379 | News-Artikel (e)

Windenergie in Deutschland ist im internationalen Vergleich kosteneffizientBWE und VDMA Power Systems veröffentlichen WindGuard-Studie zur Kostensituation der Windenergie an Land - Internationaler Vergleich.

Im Auftrag von VDMA Power Systems und dem Bundesverband WindEnergie (BWE) erarbeitete die Deutsche WindGuard zum internationalen Vergleich eine Ergänzung zu der im Herbst 2013 veröffentlichten Studie «Kostensituation der Windenergie an Land».

„Wir haben nicht nur die Kosten international verglichen, sondern in den starken Märkten für Windenergieanlagen wie den USA, Großbritannien oder Dänemark auch die eingesetzten Anlagentechnologien. Dabei wird deutlich, dass die Windenergienutzung in Deutschland trotz vergleichsweise hoher Gesamtinvestitionskosten und niedriger Windpotentiale im internationalen Vergleich sehr kosteneffizient erfolgt. Bei den Kosten der Windenergie an Land liegt Deutschland im Mittelfeld“, machte Knud Rehfeldt, Geschäftsführer der Deutschen WindGuard, deutlich.

„Die Studie zeigt, dass in Deutschland immer die neusten und fortschrittlichsten Technologien eingesetzt werden, die von hier ausgehend dann weltweit zum Einsatz kommen. Deutsche Unternehmen setzen den Maßstab für Technik, Effizienz und Systemverträglichkeit. Deutschland ist das Test- und Entwicklungslabor für die exportorientierte deutsche Windindustrie“, so Gerd Krieger, stellvertretender Geschäftsführer VDMA Power Systems.

„Anstelle föderaler Sonderwege wie der Länderöffnungsklausel des Baugesetzbuches bei Genehmigung und Bau von Windparks, die innovative Anlagen behindern, benötigt die Windindustrie internationale Standards. Auch die Energiewende in Deutschland kann einen Standard setzen, wenn sie verlässlich gestaltet wird.“

„Deutschland braucht den internationalen Vergleich nicht zu scheuen. Wir stehen gut da. Auch Betreiber und Dienstleister – vom Projektierer über den Windgutachter bis zum Wartungsunternehmer – sind international gefragte Fachleute. Der seit Jahren stabile und so berechenbare Ausbau der Windenergie ist die entscheidende Voraussetzung für den Erfolg unserer Windindustrie auf dem Weltmarkt: Denn auf dem Heimatmarkt werden Trends gesetzt, Innovationen entwickelt und Ideen getestet. Deshalb muss die Politik alles tun, den Heimatmarkt zu stärken. Die Verunsicherung der letzten Monate muss nun schnell beendet werden“, forderte Sylvia Pilarsky-Grosch, Präsidentin des Bundesverbandes WindEnergie, mit Blick auf die Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes.

Insgesamt ist, nach den Ergebnissen der Studie, die Innovationsbereitschaft in Deutschland im Ländervergleich als sehr hoch zu bewerten. Bei der Betrachtung der Haupt- und Gesamtinvestitionskosten liegt Deutschland dennoch im Mittelfeld. Die Investitionsnebenkosten und die Betriebskosten im Ländervergleich variieren sehr stark. In Deutschland liegen die Betriebskosten im oberen Mittelfeld, wobei sie aufgrund diverser Kostenbestandteile, die vom Kapazitätsfaktor abhängen, von Standort zu Standort variieren.

Die betrachteten Länder unterscheiden sich hinsichtlich ihres Windpotentials deutlich. Dies wiederum beeinflusst die Stromgestehungskosten stark. Deutschland weist im Ländervergleich ein niedriges Windpotential auf. Um Windenergie dennoch effizient nutzen zu können, muss speziell entwickelte, fortschrittliche Anlagentechnologie eingesetzt werden. Diese zeichnet sich vor allem durch besonders hohe Nabenhöhen und große Rotordurchmesser aus.

Das macht Deutschland einerseits zum Technologievorreiter, andererseits aber führt es zu höheren Kosten. Auch mit diesem Nachteil liegt Deutschland im Ländervergleich bei den Stromgestehungskosten im Mittelfeld. Die Windenergienutzung in Deutschland ist also trotz geringeren Windpotentials und den dadurch verursachten höheren Investitionskosten sehr kosteneffizient.

Link zur Studie





(Quelle: Bundesverband Windenergie e.V. (BWE))


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