Energieversorger unter Druck durch neue Marktteilnehmer

29.04.14  10:40 | Artikel: 961461 | News-Artikel (e)

Energieversorger unter Druck durch neue MarktteilnehmerBearingPoint-Studie zeigt große Kluft zwischen aktuellen und zukünftig geforderten Kompetenzen von Versorgern

Versorgungsunternehmen stehen vor einem dramatischen Umbruch: Mit dem Entstehen eines neuen, dezentralen Versorgungsmarkts in Europa erwachsen neue Marktteilnehmer und das Verhältnis von Angebot und Nachfrage wird unberechenbarer. Eine neue Studie des BearingPoint Institute in Zusammenarbeit mit IDC Energy Insights unter 40 europäischen Versorgungsunternehmen zeigt eine große Lücke zwischen den derzeitigen Kompetenzen und jenen, die erforderlich sind, um in den kommenden drei Jahrzehnten erfolgreich zu sein.

So bieten laut Studie nur 28 Prozent der befragten europäischen Versorgungsunternehmen individuelle Tarife für die Verbraucher und nur 33 Prozent arbeiten mit neuen Marktteilnehmern zusammen, die einen IT- und Kommunikations-Hintergrund haben, wie Suchmaschinen, Preisvergleichsseiten, E-Tailer und Start-Ups. Zudem werden sich die Energieversorger in Zukunft mit neuen Marktteilnehmern auseinandersetzen müssen.

Der Micro-Grids-Betreiber, der Energiedaten-Aggregator und der Energiemanager

"Die rasante Veränderung des Energiemarktes und die steigende Ungewissheit erfordern von den Energieversorgern ein schnelleres und innovativeres Agieren in neuen Geschäftsmodellen. Getrieben werden sie hierbei durch Politik, Regulierung, Technologie, Wettbewerb aber insbesondere auch durch ein neues Kundenverhalten. Die Unternehmen, die in der Lage sind, auf dieser Klaviatur zu spielen, werden auch in Zukunft erfolgreich sein. Deutsche Energieversorger werden dabei aufgrund der komplexitätssteigernden Anforderungen der Energiewende nach einer erschwerenden Ausgangssituation sicherlich gute Entwicklungsmöglichkeiten haben - sofern sie denn in ihrem Heimatmarkt erfolgreich sind", so Jens Raschke, Leiter des Segments Utilities bei BearingPoint in Deutschland.

"Problematisch ist allerdings die Unentschlossenheit Deutschlands bei der Smart-Meter Entwicklung. In Deutschland versucht man sich des Roll-Outs zu entziehen beziehungsweise diesen zu verzögern, da unklar ist, wer das bezahlen soll. Hier wäre es wünschenswert, ein markt- und anbieterübergreifendes Modell zu etablieren, das die Einführung für das einzelne Energieunternehmen durch Planungssicherheit vereinfacht."

Die gesamte Studie des BearingPoint Institute: Utilities x.0: time for a reboot?

Über die Studie

Der BearingPoint Smart Utilities Index basiert auf einer Studie, für die im Januar 2014 gemeinsam mit IDC Energy Insights 40 Versorgungsunternehmen aus Frankreich, Deutschland, Italien und Großbritannien befragt wurden. Die Befragung wurde durch qualitative Interviews mit Führungskräften aus der Energiewirtschaft in den genannten vier Ländern plus Irland, Schweiz und USA ergänzt. Die Interviews für die USA führte West Monroe Partners, der US-Allianzpartner von BearingPoint, durch.




(Quelle: Bearingpoint GmbH)


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