EEG-Kampagne kostet ein Viertel des PR-Budgets

13.08.14  11:30 | Artikel: 961815 | News-Artikel (Red)

EEG-Kampagne kostet ein Viertel des PR-BudgetsSeit 1. August ist das neue Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) in Kraft. Nach der gefühlt 100. Änderung dieses Gesetzes zeichnet sich ab, dass Klimaschutz und Energiewende hinter den Interessen der Industrie stehen.

Das muss dem Wahlvieh verkauft werden - und dafür gibt das Gabriel auch so richtig Asche aus.

Man sollte davon ausgehen, dass Gesetze, die in einer Demokratie verabschiedet werden, keinerlei Zeitungswerbung benötigen. Im Fall der Energiewende scheint das nicht der Fall zu sein:

809.039,35 Euro -
25% des Gesamtbudgets für Öffentlichkeitsarbeit im Wirtschaftsressort

EEG-Kampagne Nachteile

Die Kosten belaufen sich inklusive Umsatzsteuer auf insgesamt 809.039,35 Euro. Das verkündete Rainer Baake, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) auf eine schriftliche Anfrage der Linken-Politikerin Caren Lay.

Die Werbeausgaben für die EEG-Kampagne machen insgesamt ein Viertel des Gesamtbudgets (3,3 Millionen Euro) für die Öffentlichkeitsarbeit 2014 aus.

Die Kampagne ist so penetrant, dass selbst Katharina Nocun (Piratenpartei) diese in einem aktuellen Blogbeitrag nennt.

Wir hatten diese Art von Gesetzeswerbung bereits Ende letzten Monats kritisiert und den offenen Brief an Minister Gabriel zur EEG-Reform von den Kollegen von Milk the Sun mit unterzeichnet.





Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



Themenbereiche:

erneuerbare Energien | Energiepolitik | EEG

Schlagworte:

Offener Brief (11) | Sigmar Gabriel (45) | EEG-Reform (20) | Werbekampagne (2) | Manuel Gonzalez Fernandez (2) | Milk the Sun GmbH (2) | Zeitungsanzeigen (2)