Greenpeace-Studie: Vattenfalls Braunkohlegeschäft steckt voller Risiken

25.09.14  13:30 | Artikel: 961942 | News-Artikel (e)

Greenpeace-Studie: Vattenfalls Braunkohlegeschäft steckt voller RisikenVattenfalls Braunkohlegeschäft steckt voller Risiken Greenpeace-Studie entlarvt wirtschaftliche Gefahren des Geschäftszweigs

Gravierende wirtschaftliche Risiken in Vattenfalls deutschem Braunkohlegeschäft benennt eine heute veröffentlichte Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) im Auftrag von Greenpeace. Die Studie mit dem Titel «Vattenfall's Risky Business» belegt detailliert, dass das gegenwärtig noch profitable Geschäft mit Braunkohle in der Lausitz stark gefährdet ist.

Geschieht dies auch nur anteilig, wird Braunkohlestrom nicht mehr profitabel sein. Eingerechnet dieser so genannten sozialen Kosten ist Braunkohle mit 80 bis 100 Euro pro Megawattstunde zwei oder drei Mal teurer als heutiger Börsenstrom (35 bis 40 Euro/MWh). "Bislang müssen wir Steuerzahler für Umweltzerstörung sowie Klima- und Gesundheitsschäden durch Braunkohle zahlen. Lange werden sich Energiekonzerne wie Vattenfall nicht mehr aus der Verantwortung stehlen können", so Peters.

Ein mittelfristiger Kohleausstieg ist in Deutschland unumgänglich. Das von Umweltministerin Barbara Hendricks (SPD) initiierte Aktionsprogramm Klimaschutz erwartet den Löwenanteil der CO2-Einsparungen bis zum Jahr 2020 in der Energiewirtschaft. Die extrem klimaschädlichen Braunkohlekraftwerke stehen dabei besonders im Fokus. Zumal sie einer zukunftsfähigen Energieversorgung für Deutschland im Wege stehen. "Wir haben berechnet, dass keiner der von Vattenfall geplanten Tagebaue energiepolitisch notwendig ist", sagt Prof. Christian von Hirschhausen, Co-Autor der Studie.

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(Quelle: Greenpeace)


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