Discovergy: Außer Marketing nichts zu bieten?

08.10.14  15:30 | Artikel: 961972 | Proteus Statement

Discovergy: Außer Marketing nichts zu bieten?Discovergy ist eines der wenigen Unternehmen, die als sog. Messstellenbetreiber auf dem Markt auftreten.

In wenigen Schritten kann man auf der Website einen neuen Zähler bestellen und profitiert dann von den Vorteilen, die solch ein intelligenter Stromzähler mit sich bringt.

Doch leider scheint das ganze nicht so einfach zu sein.

Einen intelligenten Stromzähler - neudeutsch auch Smart-Meter - im Haus einzusetzen ist bei den wenigen Anbietern am Markt meist mit einem höheren Strompreis verbunden. Hier bietet Discovergy eine echte Alternative, denn die Kosten für Messstellenbetrieb und Ablesung werden dann nicht mehr über den Stromanbieter in Rechnung gestellt sondern durch Discovergy; und das ist in etwas das, was der Energieversorger, den man ja beibehalten kann an den Netzbetreiber gezahlt hat.

Doch das Unternehmen scheint dem Ansturm nicht gewachsen zu sein oder es krankt an anderer Stelle.

Im Februar 2014 hatte ich genau das getan: Mich auf der Website registriert und einen neuen Zähler bestellt. Vorher hatte ich nochmals mit Geschäftsführer Niko Starzacher telefoniert und mit ihm geklärt, dass ich einen 2-Tarifzähler benötige. Alles kein Problem.

Dann erfolgte das große Schweigen. Keinerlei Rückmeldung oder irgendein Kontakt.
Dann plötzlich, überraschend und unvorbereitet traf mich die Mitteilung vom 17. Juni:

Anmeldung zum Stromzählerwechsels beim zuständigen Netzbetreiber

Wir beabsichtigen, den neuen Zähler um den 31.07.2014 einzubauen.

Die Anmeldung ist mit gewissen Fristen verbunden und wir melden uns mit weiteren Informationen, sobald wir eine Rückmeldung vom Netzbetreiber erhalten haben.


In knapp zwei Wochen soll also mein neuer Zähler eingebaut werden. Da hätte ich ja fast eine Party werfen wollen...

Allerdings war es das auch dann. Weder wurde mein Zähler ausgetauscht, noch gab es weitere Kontakte in dieser Sache.

Da stellt man sich unwillkürlich die Frage, warum man als Kunde nicht bedient wird, wenn man doch schon bereit ist Geld auszugeben.

Würde ich wieder auf einen Zähler von EnBw oder Yello zurückgreifen, dann wäre die Sache in knapp zwei Wochen erledigt.

Schade eigentlich.




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



Themenbereiche:

Netze | Software

Schlagworte:

Lieferanten (9) | Messwerte (4) | Stromnetz (103) | Kommunikation (48) | Smart-Meter (10)