SolarContact-Index: PV-Interesse auf tiefstem Stand seit zwei Jahren

16.10.14  10:30 | Artikel: 961999 | News-Artikel (e)

SolarContact-Index: PV-Interesse auf tiefstem Stand seit zwei JahrenDer SolarContact-Index ist im September auf 70 Indexpunkte gefallen und verzeichnet damit den niedrigsten Wert seit 2 Jahren. Während im ersten Quartal 2014 noch überdurchschnittlich häufig Angebote von Fachbetrieben für die Installation einer PV-Anlage angefragt wurden, nahm das Interesse seit April kontinuierlich ab.

Insbesondere der Indexverlauf der letzten drei Monate (Minus 21 Punkte) lässt für das vierte Quartal eine weiter abnehmende Auftragssituation erwarten.

Das seit April 2014 deutlich abnehmende PV-Interesse zeigt sich nun auch wieder in den Zubauzahlen, die nach dem einmaligen Zubau-Boom im Juli um mehr als 40% eingebrochen sind. Der Rückgang ist dabei insbesondere auf größere PV-Anlagen zurückzuführen. Dies bestätigt die Annahme, dass es sich im Juli lediglich um einen einmaligen Vorzieheffekt handelte, um als Neuanlagenbetreiber nicht ab August 2014 unter die Pflicht zur Abführung der Eigenverbrauchsumlage zu fallen.

Solarcontact-Index September2014

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei Stromspeichern. Diese sind nach einem leichten Anstieg nun auch wieder deutlich abgefallen.

Da der Zubau an PV-Anlagen den festgelegten Korridor von 2.400 bis 2.600 Megawatt pro Jahr nun sogar unterschreitet, wurde folgerichtig die Degression der neuen Vergütungssätze für den Zeitraum 1. Oktober bis 1. Dezember 2014 von der Bundesnetzagentur (BNetzA) auf 0,25 Prozent festgelegt. Ob dies den Abwärtstrend im letzten Quartal noch einmal stoppen kann ist jedoch fraglich. Wahrscheinlich ist es, dass zusätzlich saisonale Effekte die Nachfrage nach PV-Anlagen weiter belasten werden.

Der SolarContact-Index stützt sich auf die Nachfrage nach allen Gewerken rund um Solaranlagen im Internet mit einem Schwerpunkt auf private Nutzer. Der SolarContact-Index basiert auf der Anzahl an Online-Anfragen eines Monats, die dann ins Verhältnis zum Durchschnitt der zurückliegenden 12 Monate gesetzt und indexiert werden.

Ein Wert über 100 bedeutet einen überdurchschnittlichen, ein Indexwert unter 100 bedeutet einen unterdurchschnittlichen Trendverlauf. Von der Anfrageintensität lässt sich auf das Interesse und auch den zukünftig zu erwartenden Auftragsbestand schließen.

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(Quelle: DAA Deutsche Auftragsagentur GmbH)


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