Sigmar Gabriel und die Kohle: Kohlekraftwerke sind keine Brückentechnologie

14.11.14  10:20 | Artikel: 962075 | News-Artikel (e)

Sigmar Gabriel und die Kohle: Kohlekraftwerke sind keine Brückentechnologie
Bild: RoDobby
Der Wirtschaftsminister bezeichnet den Ausstieg aus der Kohle-Nutzung in einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegendem Positionspapier als unrealistisch. Der Themenbeauftragte für Energiepolitik der Piratenpartei, Dr. Michael Berndt, ist in diesem Punkt anderer Auffassung und widerspricht dem Minister deutlich:

Der Wirtschaftsminister bezeichnet den Ausstieg aus der Kohle-Nutzung in einem der Nachrichtenagentur Reuters vorliegendem Positionspapier als unrealistisch. Der Themenbeauftragte für Energiepolitik der Piratenpartei, Dr. Michael Berndt, ist in diesem Punkt anderer Auffassung und widerspricht dem Minister deutlich:

»Kohlekraftwerke dürfen nicht als Brückentechnologie in der Energiewende beschworen werden. Deutsche Braun- und Steinkohlekraftwerke sind durch ihre CO2-Emissionen und dem Ausstoß weiterer Schadstoffe für unsere Gesellschaft doppelt so teuer wie die Stromerzeugung durch Windkraftanlagen an Land. Auch im Vergleich zu Photovoltaikanlagen sind Kohlekraftwerke noch 50 Prozent teurer.

Oberstes Ziel von Herrn Gabriel sollte es daher sein, den Anteil der Kohle an der Stromerzeugung schnellstmöglich deutlich zu verringern. Weiterhin sollte er schnellstens einen Schlussstrich unter die Subventionspolitik für Strom aus fossilen Energieträgern ziehen, wenn er ein Energiewende-Minister und kein Energiewende-Blockade-Minister werden will. Bereits die Subventionen bedeuten zusätzliche volkswirtschaftliche Gestehungskosten für Strom in gleicher Höhe, die jetzt schon von der Bevölkerung unbewusst getragen werden.«




(Quelle: Piratenpartei Deutschland)


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