Stromverbrauch zu hoch? Erster Stromspiegel für Deutschland liefert aktuelle Vergleichswerte

27.11.14  09:55 | Artikel: 962112 | News-Artikel (e)

Stromverbrauch zu hoch? Erster Stromspiegel für Deutschland liefert aktuelle Vergleichswerte ... und motiviert zum Strom sparen - Sparpotenzial von 320 Euro für 3-Personen-Haushalt

Ein durchschnittlicher 3-Personen-Haushalt in Deutschland kann pro Jahr 1.200 Kilowattstunden (kWh) Strom und 320 Euro Stromkosten sparen. Das zeigt der Stromspiegel für Deutschland, den das Bundesumweltministerium mit Partnern aus Forschung, Wirtschaft und Verbraucherschutz im Rahmen der Stromsparinitiative erstmals veröffentlicht.

Dafür wurden 110.000 Verbrauchsdaten ausgewertet. Zum Beispiel verbraucht ein 3-Personen-Haushalt in einem Mehrfamilienhaus durchschnittlich 3.000 kWh Strom im Jahr. Ein effizienter Haushalt der gleichen Größe kommt hingegen im Schnitt mit 1.800 kWh jährlich aus.

Mit der eigenen Stromrechnung und den bundesweit gültigen Vergleichswerten des Stromspiegels können Privathaushalte den eigenen Verbrauch bewerten und als "gering", "niedrig", "mittel" oder "hoch" einordnen. Der Stromspiegel für Deutschland ist damit eine unerlässliche Orientierungshilfe für Mieter und Hauseigentümer. Sie können das eigene Sparpotenzial bestimmen und werden motiviert, gezielt Strom zu sparen und weniger klimaschädliche CO2-Emissionen zu verursachen.

Stromspiegel D 2014
Verbraucher haben mit dem Stromspiegel erstmals die Möglichkeit, die eigene Wohnsituation zu berücksichtigen. Individuelle Faktoren wie der Gebäudetyp oder die Art der Warmwasserbereitung fließen in das Ergebnis ein und ermöglichen eine differenzierte Bewertung des Stromverbrauchs.

Die Stromspiegel-Broschüre gibt es bei allen Projektpartnern sowie zum Herunterladen auf www.die-stromsparinitiative.de. Dort finden Verbraucher auch konkrete Tipps und Beratungsangebote zum Stromsparen.

Jeder Deutsche gibt pro Jahr 400 Euro für Strom aus

Jeder Deutsche verbraucht jährlich im Schnitt 1.500 kWh Strom. Das entspricht Stromkosten von 400 Euro im Jahr. Wird das warme Wasser in Bad und Küche elektrisch erhitzt, erhöht sich der Verbrauch um 28 Prozent oder 400 kWh. Das trifft auf knapp ein Drittel aller Haushalte in Deutschland zu. Neben der elektrischen Warmwasserbereitung und der Haushaltsgröße beeinflusst vor allem die Gebäudeart die Höhe des Stromverbrauchs. Beispielsweise verbraucht ein Haushalt mit einer Wohnung im Mehrfamilienhaus durchschnittlich 33 Prozent weniger Strom als ein vergleichbarer Haushalt im Einfamilienhaus. Der Grund: Außenbeleuchtung, Garten, Garage oder der Strom für die allein genutzte Heizungspumpe schlagen im eigenen Haus zusätzlich zu Buche.

Gemeinsam wollen sie die Energieeffizienz erhöhen und einen wichtigen Beitrag für den Klimaschutz leisten. Projektpartner sind Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD), BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V., co2online gemeinnützige GmbH, Deutscher Mieterbund (DMB), EnergieAgentur NRW, HEA-Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung e.V., Öko-Institut e.V., Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und Verbraucherzentrale Energieberatung.

Der Stromspiegel wird im Rahmen der Stromsparinitiative (www.die-stromsparinitiative.de) veröffentlicht. Diese Initiative wurde vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit 2012 gestartet, um einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Vor allem private Haushalte in Deutschland sollen motiviert werden, ihren Stromverbrauch zu verringern und somit weniger Treibhausgase zu verursachen. Das Kampagnenbüro der Stromsparinitiative ist bei co2online angesiedelt.




(Quelle: co2online gemeinnützige GmbH)


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