SFV: Skandalöse neue Studie der «Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe»

11.12.14  16:11 | Artikel: 962175 | News-Artikel (e)

SFV: Skandalöse neue Studie der «Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe»Die „Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe“ (BGR) hat am 10. Dezember eine „Energiestudie“ vorgelegt, mit der sie massiv in die laufenden Debatten um die Energiewende eingreift. Die Presseerklärung, mit der die Studie vorgestellt wird, trägt den Titel: „Erdöl bleibt weltweit der wichtigste Energielieferant“. Tatsächlich ist es das Anliegen dieser Intervention, die Verwendung von fossilen und atomaren Energieträgern für die künftige Energieversorgung Deutschlands als alternativlos darzustellen.

Daher wird im Tonfall reiner Faktizität behauptet: „Deutschland wird auch im Zeichen der Energiewende noch für viele Jahre auf fossile Energierohstoffe angewiesen sein.“ Diese Behauptung wird kurzschlüssig aus der Analyse abgeleitet, dass noch beträchtliche fossile Energieträger in der Erde vorhanden seien.

Anstatt mit herbeifantasierten Quantifizierungen Atompropaganda zu betreiben, würde man sich von einer geologischen Bundesanstalt konstruktive Lösungen zur Frage der Endlagerung von Atommüll wünschen. Und solange die BGR solche Vorschläge nicht hat, vielleicht eine Empfehlung, auf die fortgesetzte Produktion dieses strahlenden Mülls zu verzichten.

Eine Bundesanstalt, die unsere Steuergelder dafür verwendet, Propaganda gegen die Energiewende zu machen, hat ihre Aufgabe verfehlt. Hier besteht politischer Handlungsbedarf. Zu erwarten sind Konsequenzen aus diesem Skandal aber nicht – der Dienstherr der BGR ist der Bundeswirtschaftsminister, dessen Hang zu fossilen Energien ja bekannt genug ist: Sigmar Gabriel.

BGR-Presseerklärung
BGR-Studie




(Quelle: Solarenergie-Förderverein Deutschland e.V. (SFV))


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