Fell: Erneuerbare Energien ermöglichen Rückgang beim CO2-Ausstoß

19.12.14  09:10 | Artikel: 962210 | News-Artikel (Red)

Fell: Erneuerbare Energien ermöglichen Rückgang beim CO2-AusstoßSchon wieder entpuppt sich schneller als erwartet eine These der Energiewendegegner als Propaganda. Wegen des Anstiegs der Braunkohleverstromung hatten mit dem Zubau der Erneuerbaren Energien die nationalen CO2 Emissionen zuletzt im Jahr 2013 zugenommen. Vielfach wurde der Eindruck erweckt, dass dies den Erneuerbaren Energien anzulasten sei und nicht der sinkenden Börsenstrompreise.

Diese haben übergangsweise auch die Nachfrage aus dem Ausland nach deutscher Braunkohleverstromung steigen lassen. Klar war immer, dass mit weiterem Ausbau der Erneuerbaren Energien nicht nur die teureren Gas- und Steinkohlekraftwerke ökonomisch unter Druck kommen, sondern im Folgenden auch die Braunkohle.

Energieblogger: Energiewende ist ZukunftNun zeigt im Jahre 2014, dass dieser Effekt bereits früher eintritt. Selbst unter Berücksichtigung der milden Temperaturen sind die CO2 Emissionen in Deutschland um 1% gesunken.

Grund ist vor allem der stetige Ausbau der Erneuerbaren Energien, die einen Zuwachs von 1,4% verzeichneten und somit einen 27,3%-igen Anteil am Bruttostromverbrauch stellten.

Wer wirklich Klimaschutz will, muss den Ausbau der Erneuerbaren Energien beschleunigen, statt wie die Bundeseregierung weiter an der Braunkohle festhalten.





Autor: Hans-Josef Fell

www.hans-josef-fell.de

Hans-Josef Fell war energiepolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied des Bundestages von 1998 bis 2013. Er ist Präsident der Energy Watch Group (EWG) und Autor des EEG. Wir veröffentlichen regelmäßig einen Teil der wöchentlichen Infobriefe zum Thema Energiepolitik.



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