BDEW: Wirtschaftliche Situation der Stromversorger verschlechtert sich weiter

14.01.15  08:00 | Artikel: 962263 | News-Artikel (e)

BDEW: Wirtschaftliche Situation der Stromversorger verschlechtert sich weiter
Hildegard Müller, Vorsitzende der
Hauptgeschäftsführung des BDEW
Müller:
  • 2015 muss eine Reihe von weiteren Gesetzen vorbereitet und verabschiedet werden
  • Konventionelle Stromerzeugung drückt Geschäftsergebnis

  • Bund-Länder-Koordination weiter unzureichend


Die wirtschaftliche Situation der Stromversorger hat sich in den letzten zwei Jahren weiter verschlechtert. Vor allem Unternehmen mit eigener, konventioneller Stromerzeugung sind besonders betroffen. 69 Prozent dieser Unternehmen geben an, dass sich die eigene Stromerzeugung negativ oder sehr negativ auf das Geschäftsergebnis auswirkt.

Das ist das Ergebnis einer aktuellen Online-Erhebung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) unter Geschäftsführern von Stadtwerken und regionalen sowie überregionalen Energieversorgern, die mindestens in der Stromerzeugung oder im Stromvertrieb tätig sind.

"Dieses aktuelle Stimmungsbild ist ein deutlicher Weckruf an die Politik. 2015 muss wieder ein Jahr der Entscheidung für die Energiewende werden. Bund und Länder sind hier gleichermaßen gefordert. Die Koordination ist gerade in diesem Bereich weiter unzureichend. Daher muss in 2015 eine ganze Reihe von weiteren konkreten Gesetzen vorbereitet und verabschiedet werden.

Wesentliche Fragen seien auch, wie mehr Intelligenz in das Energiesystem komme und welche Potentiale die Themen Internet, Big Data, Innovationen und Dezentralisierung für die Energiewende eröffnen. "Wir stoßen auf ganz neue Herausforderungen, die auch für die Politik in das Zentrum der energiepolitischen Debatte rücken sollten", so Müller.

Deshalb gehe es 2015 nicht mehr nur um Aktionspläne, Evaluierungsberichte und Absichtserklärungen. "Im neuen Jahr müssen ganz konkrete Gesetzesreformen und Regelungen zu den Themen Marktdesign, Kraft-Wärme-Kopplung, Anreizregulierung, Netzausbau, Erneuerbare Energien, CO2-Einsparungen im Kraftwerksbereich und Energieeffizienz vorbereitet und verabschiedet werden.

Dies sind nur einige von zahlreichen Themen, die für eine weiterhin erfolgreiche Umsetzung der Energiewende von Bund und Ländern noch 2015 angegangen werden müssen", betonte die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung.





(Quelle: Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW))


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