BEE: Regierungspläne für Solarausbau bremsen die Energiewende

22.01.15  08:00 | Artikel: 962304 | News-Artikel (e)

BEE: Regierungspläne für Solarausbau bremsen die Energiewende
BEE Geschäftsführer Dr. Hermann Falk,
Bild: BEE
„Der Verordnungsentwurf für Photovoltaik-Freiflächenanlagen erschwert es, die drei Ausschreibungsziele – Kosteneffizienz, Erreichung der Ausbauziele und Wahrung der Akteursvielfalt – zu erreichen“, sagt BEE-Geschäftsführer Dr. Hermann Falk.

Bis 2017 soll die Ausschreibungsmenge an PV-Anlagen sogar jährlich auf gerade noch 300 MW reduziert werden. Nach Ansicht des BEE ist jedoch bereits das Auktionsvolumen für Solarkraftwerke (500 MW, 2015) zu niedrig angesetzt, um den angestrebten Neubau zu erreichen.

Ausschreibungen beinhalten ein zusätzliches Kostenrisiko. Es fallen zusätzliche Transaktions- und Projektkosten des Ausschreibungsverfahrens an, die internalisiert werden müssen. Durch die fortschreitende Vergütungssenkung würden die Kosteneffizienzpotenziale zudem bereits jetzt ausgeschöpft, erklärt Falk. „Photovoltaik-Strom wird schon heute für unter 10 ct/kWh sehr günstig erzeugt. Der Ausbau der Energiewende wird nun unnötig verteuert.“

Der BEE plädiert nach Sichtung des Verordnungsentwurfs noch nachdrücklicher dafür, ergebnissoffen zu prüfen, ob die Ziele des Pilotverfahrens erreicht wurden und erst danach zu entscheiden, ob Ausschreibungen auch für weitere Erneuerbare Energien einzuführen sind. „Eine Übertragbarkeit der Erfahrungen auf andere Erneuerbare Energien ist ausgeschlossen, da die einzelnen Sparten zu unterschiedlich sind.“ so Falk. So hatte auch die Bundeskanzlerin auf dem BEE-Neujahrsempfang vor einer Woche argumentiert.




(Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE))


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