BEE: EU soll Nummer Eins bei Erneuerbaren werden - noch fehlt eine klare Weichenstellung

26.02.15  09:35 | Artikel: 962429 | News-Artikel (e)

BEE: EU soll Nummer Eins bei Erneuerbaren werden - noch fehlt eine klare Weichenstellung
BEE Geschäftsführer Dr. Hermann Falk,
Bild: BEE
"Wir begrüßen die Absicht der EU-Kommission, die Europäische Union weltweit zur Nummer Eins bei den Erneuerbaren zu machen“, sagt Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des BEE.

Der Zielformulierung sollen nun auch Taten folgen, um den Ausbau der regenerativen Energiequellen weiter voranzubringen.

„Um die Nummer Eins zu werden, benötigen die Erneuerbaren klare und stabile Weichenstellungen von der Politik. In der heute veröffentlichten Mitteilung zieht die Kommission nur halbherzige Konsequenzen.“

Die Kommission betont zwar die technologischen Fortschritte, fokussiert aber zu wenig die großen Vorteile heimischer Energieträger für den Klimaschutz, für den Wettbewerb, die europäische Wertschöpfung und vor allem für die Versorgungssicherheit. Es sei positiv zu bewerten, dass die Kommission ausdrücklich die Notwendigkeit einer dezentralen Produktion sowie flexiblen Netzen und Märkten herausstellt.

„Auf diese Weise wird massive Verschwendung von Steuergeld für klimaschädliche und gefährliche Energiequellen unterstützt“, sagt Hinrichs-Rahlwes. Schon jetzt arbeiten die neuen Erneuerbaren Kraftwerke auf demselben Kostenniveau wie die Fossilen.

Die Energie Union soll den Weg vom alten, zentralisierten und auf fossilen Quellen beruhenden Energiesystem hin zu einer verstärkt dezentralen und flexiblen Energieversorgung, die saubere Energiequellen in den Mittelpunkt stellt, ebnen. Dafür hat die Kommission auch eine EU-weit koordinierte Infrastrukturentwicklung sowie die Schaffung einer europäischen Regulierungsbehörde vorgeschlagen.

Gleichzeitig setzt sie jedoch über die Beihilfeleitlinien mit den Ausschreibungen einen Rahmen, der Dezentralität untergräbt. Falk: „Wir kritisieren ausdrücklich, dass die im vergangenen Jahr beschlossenen Beihilfeleitlinien als Maßstab für künftige Erneuerbaren Förderung bezeichnet werden. Gegen die nationalen Interessen der Mitgliedsstaaten soll auf diese Weise der hochproblematische Weg der Ausschreibungen zementiert werden“.

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(Quelle: Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. (BEE))


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