Braunkohle-Arbeitsplätze in NRW: Erneuerbare sind Jobmotor heute und in der Zukunft

27.03.15  14:30 | Artikel: 962524 | News-Artikel (e)

Braunkohle-Arbeitsplätze in NRW: Erneuerbare sind Jobmotor heute und in der ZukunftTrotz deutlich niedrigerer Anteile an Stromerzeugung in NRW schon jetzt mehr Beschäftigte in Erneuerbaren-Branche als in Braunkohlewirtschaft

Zur Debatte um die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel vorgeschlagene „Klima-Abgabe“ für besonders alte Kraftwerke und die Gefährdung von Arbeitsplätzen in der nordrhein-westfälischen Braunkohlewirtschaft hält Jan Dobertin, Geschäftsführer des Landesverbandes Erneuerbare Energien (LEE NRW), fest: „Zum ehrlichen Umgang mit der Energiewende gehört, dass diese einen umfassenden Strukturwandel beschreibt.

Während damit zwangsläufig Arbeitsplatzverluste im Bereich der fossilen Energiewirtschaft verbunden sind, wird auf der anderen Seite ein modernes klimafreundliches Energiesystem aufgebaut, mit dem deutlich mehr neue Arbeitsplätze entstehen.“ Die Erneuerbare-Energien-Branche in NRW unterstütze daher die Vorschläge des Bundeswirtschaftsministeriums als richtungsweisenden Beitrag, um die Energieversorgung in Deutschland umzustellen und die nationalen Klimaschutzziele zu erreichen.

Die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen hat sich das Ziel gesetzt, bis 2025 den Anteil der Erneuerbaren Energien in NRW auf 30 Prozent zu steigern. Die Erneuerbare-Energien-Branche fordert, die sich daraus ergebenden Potenziale für Beschäftigung und Wertschöpfung nun mit einer verantwortungsvollen Klimaschutz-, Energie- und Arbeitsmarktpolitik zu nutzen. „Vierzig- bis fünfzigjährige umweltschädliche Kohlekraftwerke passen nicht zur Energiewende und zu einem modernen Energiesystem.

Statt einen Bestandsschutz für diese Kraftwerke auszusprechen, sollte die Politik den Umstellungsprozess verantwortungsvoll und aktiv gestalten und die Innovations-, und Arbeitsplatzchancen der Erneuerbaren Energien nutzen“, sagte Dobertin. Der Umbau des Energiesystems in NRW dürfe nicht verzögert oder verschlafen werden. „Sonst wird die künftige Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien schwerpunktmäßig in anderen Regionen Deutschlands stattfinden. Damit würden die Arbeitsplatzverluste im Energiebereich in NRW langfristig zementiert“, so Dobertin.

Landesverband Erneuerbare Energien NRW e.V.




(Quelle: Landesverband Erneuerbare Energien NRW e.V.)


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