Mobile Payment auf dem Vormarsch: ein Viertel aller Deutschen bezahlt bereits mobil

11.06.15  09:15 | Artikel: 962756 | News-Artikel (e)

Mobile Payment auf dem Vormarsch: ein Viertel aller Deutschen bezahlt bereits mobil
Anwendungsbeispiel mobiles Bezahlen
[Bild: DTAG]
  • PwC-Umfrage zu Mobile Payment: 88 Prozent der Deutschen fürchten Datenmissbrauch und Hackerangriffe
  • Verbraucher sehen aber auch Vorteile wie bessere Ausgabenkontrolle und höheren Komfort beim Einkauf
  • PayPal ist bekanntester Anbieter

Mobile Bezahlverfahren setzen sich in Deutschland langsam aber sicher durch. Bereits ein Viertel aller Deutschen bezahlt mit dem Smartphone.

Die beliebtesten Produkte und Dienstleistungen für das mobile Bezahlen sind Hotels, Flug- und Bahntickets oder Kleidung, Schuhe und Accessoires (je 11 Prozent der Befragten). Rund 9 Prozent der Deutschen haben für Unterhaltungselektronik schon einmal mit ihrem Smartphone oder Tablet bezahlt, 8 Prozent für Nahrungsmittel und Getränke im Supermarkt oder für Dienstleistungen in der Gastronomie.

Im Umkehrschluss haben allerdings auch 75 Prozent der Deutschen noch nie bargeldlos mobil bezahlt. Immerhin 35 Prozent möchten diese Bezahlform aber in Zukunft ausprobieren. 40 Prozent gaben an, Mobile Payment nicht zu nutzen und dies auch in Zukunft nicht tun zu wollen. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Befragung von über 1.000 Bundesbürgern im Auftrag der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC.

Sorge um Schutz der persönlichen Daten schreckt Nutzer ab

Unter bestimmten Voraussetzungen würden noch mehr Verbraucher mobile Bezahlformen nutzen. An erster Stelle der Wunschliste steht eine Sicherheitsgarantie vom Anbieter. Das wünschen sich 59 Prozent der Befragten. 53 Prozent gaben an, dass bei der Nutzung keine versteckten Gebühren anfallen sollten. Für 41 Prozent ist eine Notfallnummer, mit der sie im Falle eines Diebstahls ihr Handy sperren lassen können, eine wichtige Nutzungsvoraussetzung. Knapp ein Drittel (31 Prozent) wünscht sich, dass mehr Geschäfte und Gewerbe Mobile Payment anbieten.

"Die mobilen Bezahllösungen sollten so einfach und transparent wie möglich sein. Versteckte Gebühren sind vielen Verbrauchern ein Gräuel. Nicht zuletzt sind die Anbieter mobiler Bezahlverfahren gut beraten, auf den Schulterschluss mit dem Handel und Gewerbe zu setzen. Denn viele Konsumenten wünschen sich, dass noch mehr Unternehmen mobile Bezahlverfahren unterstützen", empfiehlt Beutin.

PayPal ist der mit Abstand bekannteste Anbieter

Der bekannteste Anbieter eines mobilen Bezahlverfahrens ist mit großem Abstand PayPal. 85 Prozent der Befragten kennen diesen Bezahldienst. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Google Wallet und Apple Pay. Diese beiden Anbieter sind 18 bzw. 14 Prozent der Deutschen ein Begriff. "Der Fortschritt bei den Konsumenten sollte Unternehmen auch dazu anregen, die Vorteile im B2B-Segment für sich zu nutzen und sich intensiver mit den Mobile Payment Möglichkeiten zu beschäftigen", meint PwC-Experte Nikolas Beutin abschließend.


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(Quelle: PWC)


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