bne zur Studie der Agora Energiewende

24.06.15  08:30 | Artikel: 962808 | News-Artikel (e)

bne zur Studie der Agora Energiewende
Zur am Montag vorgestellten Studie «Transparenzdefizite der Netzregulierung» im Auftrag der Agora Energiewende erklärt Robert Busch, Geschäftsführer des Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft (bne):

"Die aktuell kontrovers geführte Debatte um die Reform der Anreizregulierung ist für große Teile der Öffentlichkeit nur schwer nachvollziehbar. Es fehlt Verbrauchern schlichtweg an Informationen darüber, wie die Netzentgelte, die sie über die Stromrechnung zahlen, zustande kommen.

Dieses seit Jahren bestehende Transparenzdefizit zeigt die vorgestellte Studie einmal mehr auf. Dass die Verteilnetzbetreiber die Daten mit dem Verweis auf das Geschäftsgeheimnis unter Verschluss halten, ist nicht nachvollziehbar.

Schließlich müssen sie als Monopolisten nicht fürchten, dass Kunden zu einem anderen Anbieter wechseln. Wie die vorliegende Untersuchung auch zeigt, ist es in anderen Ländern wie Norwegen oder Großbritannien gängige Praxis, dass Verteilnetzbetreiber Unternehmensdaten der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Auch um die Akzeptanz der Energiewende nicht aufs Spiel zu setzen, müssen Verbraucher über die Kosten des durch die erneuerbaren Energien verursachten Ausbaus der Netze informiert werden.

Beim Erneuerbaren-Energien-Gesetz haben wir die Transparenz bereits. Dass die Bundesnetzagentur mit der Novelle der Anreizregulierung die Zahl der von den Verteilnetzbetreibern zu veröffentlichenden Daten erhöhen will, ist ein kleiner Schritt in die richtige Richtung."




(Quelle: Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne))


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