Vier Jahre Energiewende - 72 Prozent der Deutschen halten am Atom-Ausstieg fest

26.06.15  08:00 | Artikel: 962818 | News-Artikel (e)

Vier Jahre Energiewende - 72 Prozent der Deutschen halten am Atom-Ausstieg fest
Rudolf Sonnemann,
Vorsitzender der
Geschäftsführung von
Stiebel Eltron:
Bild: Stiebel Eltron
Der Bundestag hat vor vier Jahren (30. Juni 2011) den Atomausstieg beschlossen. Aktuell sind 72 Prozent der Bundesbürger mit dem Ende der Kernenergie einverstanden. Das ist ein leichtes Plus gegenüber dem Vorjahr (68 Prozent). Gleichzeitig wünscht sich die Mehrheit der Deutschen, die Energiewende zu beschleunigen (61 Prozent). Das sind Ergebnisse des Stiebel Eltron Energie-Trendmonitors 2015, für den 2.000 Bundesbürger bevölkerungsrepräsentativ befragt wurden.

Bei den Maßnahmen zur Umsetzung der Energiewende stehen die "Erneuerbaren" hoch im Kurs - gut jeder zweite Bundesbürger setzt auf Investitionen in Solaranlagen, Wärmepumpen und in die Gebäudedämmung. Besonders Mieter sprechen sich für den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien aus. 56 Prozent wünschen sich im Zuge der privaten Energiewende den Einbau einer Wärmepumpe - bei den Eigentümern sind es 49 Prozent.

"Die deutlich verschärften Richtwerte der Energieeinsparverordnung (EnEV) für den Neubau ab Januar 2016 lassen sich praktisch nur noch mit erneuerbaren Energien einhalten", sagt Rudolf Sonnemann, Geschäftsführer des Haus- und Systemtechnikherstellers Stiebel Eltron. "Mit effizienten Luft- und Erdreichwärmepumpen kann man die Energiesparverordnung sogar um bis zu zwanzig Prozent unterbieten. Bei Verwendung von Heizungsanlagen mit fossilen Energieträger wie Öl oder Gas wird es dagegen immer schwerer, die Anforderungen der Verordnung überhaupt zu erfüllen."

Das Ende fossiler Energieträger halten auch die Bundesbürger für eines der wichtigsten Ziele der Energiewende. Inzwischen befürworten 80 Prozent, dem Klimawandel durch einen Verzicht auf fossile Energie mit CO2-Einsparungen entgegenzuwirken. Im Vorjahr waren es noch 76 Prozent. Allerdings wünschen sich die privaten Haushalte für ihre persönliche Rolle bei der Energiewende eine deutlich aktivere Hilfestellung durch die Politik: Nicht einmal jeder Fünfte hält das staatliche Fördersystem für vorbildlich transparent und ist mit der staatlichen Unterstützung zufrieden.

Ein erster Schritt in die richtige Richtung ist getan: Seit April ist das neue Marktanreizprogramm zur Förderung der erneuerbaren Energien (MAP) in Kraft, es gelten also neue Förderbedingungen für den Einbau von Wärmepumpen. "Endlich wird deren Einsatz auch im Neubau wieder gefördert, und im Bestand sind die Fördersummen speziell für effiziente Erdreichwärmepumpen massiv angehoben worden: Wer sich jetzt für den Einbau eines solchen neuen Gerätes entscheidet, kann mehrere Tausend Euro Förderung erhalten", informiert Sonnemann.




(Quelle: STIEBEL ELTRON GmbH & Co. KG)


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