Debattenbeitrag zum FlexMarkt

23.07.15  09:11 | Artikel: 962856 | News-Artikel (Red)

Debattenbeitrag zum FlexMarktIn einem aktuellen Beitrag des Tagesspiegel stellt Robert Busch vom Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne) den FlexMarkt vor und zeigt die Grenzen eines starren, auf festgefahrene Strukturen basierendes Marktdesign.

Bereits im Januar 2015 hatte blog.stromhaltig den Flexmarkt im Hinblick auf eine gemeinsame Realisierung mit dem Hybridstrommarkt näher angeschaut. Strompreise als Signale reichen nicht aus, so der Tenor des Beitrages im Tagesspiegel. Regionale “Strommärkte”, bei denen Kilo-Watt-Stunden gehandelt werden, sind allerdings auch ein Fehler.

Grenzenloser Handel in einem Stromnetz ist nur möglich, wenn man das Idealbild einer Kupferplatte annimmt. Bislang geschieht dies im Börsenhandel und sorgt dafür, dass die sogenannten Redispatch-Kosten im Jahresverlauf 2015 auf bis zu 1 Milliarde Euro ansteigen werden. Kosten, die von den Stromkunden zu bezahlen sind – die allerdings selbst nicht von diesem falschen Ideal profitieren. Ist der Strom in Hamburg knapp, dann bringt es nichts, wenn man in Nürnberg anfängt Strom zu sparen. Gibt es Überschüsse in Dresden, sollte der Großverbraucher in Mannheim davon nicht monetär profitieren können – obwohl die Netze für den Transport nicht vorhanden sind.

Wergen der direkten Verknüpfung zwischen Kosten des Netzausbaus und dem Design des Strommarktes, ist ein Modell vorstellbar, bei dem Verbraucher durch vermiedene Netzentgelte belohnt werden.

Was sagt der BNE dazu?





Autor: Thorsten Zoerner

blog.stromhaltig.de

Thorsten Zoerner betreibt den Blog stromhaltig.de. Einen Großteil seiner Fachartikel veröffentlichen wir regelmäßig auch hier auf unserer Seite. Thorsten Zoerner ist Gründungsmitglied der Energieblogger.



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