Windgas senkt die Kosten der Energiewende um Milliarden und ermöglicht 100 Prozent Erneuerbare

26.08.15  10:10 | Artikel: 962970 | News-Artikel (e)

Windgas senkt die Kosten der Energiewende um Milliarden und ermöglicht 100 Prozent ErneuerbareErst die Windgas-Technologie zur Speicherung von Strom aus Wind und Sonne ermöglicht in Deutschland bis 2050 eine vollständige Stromversorgung mit 100 Prozent erneuerbaren Energien und senkt zugleich die Kosten für die Energiewende um hohe Milliardenbeträge.

Dies sind zentrale Ergebnisse der Studie «Bedeutung und Notwendigkeit von Windgas für die Energiewende in Deutschland» der Forschungsstelle für Energienetze und Energiespeicher (FENES) an der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg (OTH) und des Berliner Analyseinstituts Energy Brainpool, die im Auftrag von Greenpeace Energy erstellt wurde.

Den Berechnungen der Wissenschaftler zufolge wird ein Stromsystem mit Windgas-Anlagen ab Mitte der 2030-er Jahre günstiger sein als eines ohne. Bereits 2040 liegt die jährliche Ersparnis zwischen zwei und sechs Milliarden Euro und steigt bis 2050 auf zwölf bis gut 18 Milliarden Euro an.

„Als Langzeitspeicher wird Windgas aber in jedem Fall unverzichtbar sein“, sagt Marcel Keiffenheim von Greenpeace Energy. „Damit die Technologie verfügbar sein wird, wenn wir sie brauchen, müssen allerdings zügig regulatorische Hemmnisse abgebaut werden, die Investitionen in Windgas heute häufig erschweren.“ Als Beispiele nennt er eine einfachere Genehmigung von Windgas-Projekten, besseren Zugang zu Regelenergie-Märkten und die Möglichkeit, überschüssigen Windstrom zum tatsächlichen Marktwert beziehen zu können.

„Mit zunehmender technologischer Reife wird Windgas immer kostengünstiger werden“, sagt Marcel Keiffenheim, „damit diese für die Energiewende zentrale Technologie ihr Potenzial entfalten kann, müssen nun aber faire Marktbedingungen geschaffen werden.“

Windgas-Studie 2015 (Kurzfassung)
Windgas-Studie 2015 (Langfassung)
Faktenblatt Windgas




(Quelle: Greenpeace Energy eG)


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