Stromreport: Prognosen zur Entwicklung der EEG-Umlage 2016

09.09.15  09:13 | Artikel: 963015 | News-Artikel (e)

Stromreport: Prognosen zur Entwicklung der EEG-Umlage 2016Das EEG-Konto verzeichnet Milliarden-Überschüsse trotz Rekordeinspeisungen aus deutschen Photovoltaik- und Windkraftanlagen.

Ob deshalb die EEG-Umlage für 2016 sinken wird, bleibt abzuwarten. Die Energieexperten der Denkfabrik Agora Energiewende gehen nur von einer marginalen Korrektur nach oben aus, aber schon 2017 dürfen wir mit einer EEG-Umlage von 7 Cent pro Kilowattstunde rechnen, weil mehrere neue Offshore-Windparks ans Netz gehen.

Eine Gesamtsteigerung zwischen 1 und 2 Cent bis 2023 halten die Experten ebenfalls für wahrscheinlich. Dann soll die Umlage ihren Gipfel erreicht haben und bis 2035 deutlich unter heutiges Niveau sinken.


Bild: Stromreport

Die vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetBW erwarten in ihrer Mittelfrist-Prognose eine EEG-Umlage für 2016 zwischen 5,66 und 7,27 Cent je Kilowattstunde. Im mittleren Trendszenario beträgt die Umlage 6,5 Cent.

Der Bundesverband Erneuerbare Energie e.V. [BEE] rechnet dagegen mit 6,05 Cent. „Die obere Bandbreite der ÜNB-Prognose [Übertragungsnetzbetreiber] von 7,27 Cent je Kilowattstunde für das Jahr 2016 ist genauso unrealistisch wie die untere Bandbreite von 5,66 Cent“, sagt Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des BEE.

Im Gegensatz zum Szenario der Netzbetreiber geht der Verband von einem höheren Überschuss auf dem EEG-Konto aus und nicht so extrem hoher Einspeisung aus Windkraft- und Solaranlagen. „Der BEE hat schon in der Vergangenheit realistische Prognosen in einem mittleren Korridor abgegeben und ist damit gut gefahren“, so Hermann Falk. „Deshalb halten wir an unseren Werten von 6,05 Cent für 2016 und 6,2 Cent für 2017 fest.“




(Quelle: Strom-Report)


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