Franz Alt: Weiter abwärts mit Eon, RWE und Co

13.11.15  08:30 | Artikel: 963242 | News-Artikel (Red)

Franz Alt: Weiter abwärts mit Eon, RWE und CoDer Aktienkurs von E.on fiel seit dem Jahr 2008 um 80%. In sieben Jahren hat der größte deutsche Energiekonzern an der Börse 87 Milliarden Euro verloren. Bei den anderen Energie-Dinosauriern sieht die Entwicklung ähnlich aus.

Weiter abwärts mit Eon, RWE und Co

Der Aktienkurs von E.on fiel seit dem Jahr 2008 um 80%. In sieben Jahren hat der größte deutsche Energiekonzern an der Börse 87 Milliarden Euro verloren. Bei den anderen Energie-Dinosauriern sieht die Entwicklung ähnlich aus.

Eine Schreckensmeldung jagt die andere

Einmalig in der Unternehmensgeschichte: Allein im dritten Quartal 2015 hat E.on fünf Milliarden Euro verloren. Die Abwärtsentwicklung der alten Energiekonzerne geht rasant weiter. Immer mehr Investoren – Staatsfonds, Kirchen, Universitäten, Kommunen wie soeben die Stadt Münster – ziehen ihr Geld aus fossilen Energieträgern zurück.

Das neue Energie-Grundgesetz heißt so: Erneuerbare Energien werden immer wichtiger – fossil-atomare Energieträger immer unwichtiger. Deutschland, Europa, die Welt werden erneuerbar.

2015 produziert Österreich – dank der Wasserkraft - bereits mehr als 80 Prozent seines Stroms aus erneuerbaren Quellen. Deutschland schaffte es von vier Prozent im Jahr 2.000 auf 33% im Jahr 2015. Weltweit konnte der Windstrom seit 2.000 verzehnfacht und der Solarstrom verhundertfacht werden. Eine fast unglaubliche Erfolgsgeschichte. Global wird bereits mehr Geld in erneuerbare Energie investiert als in die fossil-atomare.

Vor 15 Jahren haben fast alle konservativen Bundestagsabgeordneten im Bundestag gegen das Erneuerbare-Energien-Gesetz gestimmt. Heute feiern auch sie es als Erfolg. Nicht nur Peter Ramsauer in Jerusalem, sondern auch Angela Merkel auf der Weltklimakonferenz in Paris.

17 EU-Staaten und global etwa 70 haben das deutsche EEG in der Intention übernommen und arbeiten an einer Energiewende, deren Vorbild Deutschland ist. Hermann Scheer, Hans-Josef Fell und Michaele Hustedt sei Dank.




(Autor: Franz Alt)


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Energiepolitik | Unternehmen

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