Westfalen-Blatt zur Idee einer Kaufprämie für E-Autos

13.11.15  13:00 | Artikel: 963243 | News-Artikel (e)

Westfalen-Blatt zur Idee einer Kaufprämie für E-AutosAllen Abgas-Diskussionen zum Trotz: Die Elektromobilität kommt nicht in Schwung.

Gerade einmal 40.000 dieser Autos sind bisher zugelassen. Das von Angela Merkel ausgerufene Ziel, bis 2020 eine Million batterieelektrisch angetriebene Fahrzeuge auf deutsche Straßen zu bringen, ist in weite Ferne gerückt.

Natürlich könnte eine Kaufprämie ein Anreiz sein, mehr Kunden für E-Autos zu begeistern. In einigen europäischen Ländern hat das gefruchtet. Die aber haben zudem eine Reihe anderer Maßnahmen vorgenommen, um dem alternativen Antrieb den Weg zu bereiten. So gibt es in den Niederlanden beispielsweise ein weit verzweigtes Netz von Ladestationen.

Planungen dieser Art gibt es auch in Deutschland. Autoindustrie und Politik sind in Gesprächen, an Autobahnen Schnellladestationen zu installieren. Das alles kostet Geld - darf aber keinesfalls zu Lasten der Steuerzahler gehen. Überlegungen, die Mineralölsteuer als Gegenfinanzierung zu erhöhen, sind der falsche Ansatz. Benzin- oder Dieselfahrer sind nicht die Prämienzahler für E-Autos.

Dass Merkel einst eine Kaufprämie für Autos dieser Art strikt abgelehnt hat, ist indessen zu vernachlässigen. Sie hatte sich bekanntlich auch gegen die Pkw-Maut ausgesprochen und war dann doch eingeknickt.


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(Quelle: Westfalen-Blatt)


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