bne zum Monitoringbericht 2015: «Es bleibt noch viel zu tun»

26.11.15  08:30 | Artikel: 963284 | News-Artikel (e)

bne zum Monitoringbericht 2015: «Es bleibt noch viel zu tun»Mehr Auswahl für Strom- und Gas-Kunden, mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt, dies sind aus Sicht der Bundesverbandes Neue Energiewirtschaft zwei wichtige Ergebnisse des gestern veröffentlichten Monitoringberichts von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt.

„In den vergangenen 15 Jahren hat sich auf dem Energiemarkt viel Positives getan“, betont bne-Geschäftsführer Robert Busch. Große Baustellen verbleiben aber: etwa beim Umlagesystem oder bei der Struktur der Energienetze.

„Der Monitorbericht zeigt ganz klar: Anbieter geben gesunkene Einkaufspreise an die Kunden weiter. Die besten Kosteneinsparungen können Verbraucher durch einen Wechsel des Strom oder Gasanbieters erzielen“, so bne-Geschäftsführer Busch. So liegt der Preisunterschied zwischen Grundversorgungstarifen und wettbewerblichen Anbietern laut Bundesnetzagentur bei über zwei Cent pro Kilowattstunde.

Für die Energiewende spielt die Energieinfrastruktur eine wesentliche Rolle. Aus Sicht des bne ist die stark zersplitterte Struktur der Strom- und Gasverteilnetzbetreiber ein großes Hemmnis. Nach Angaben der Bundesnetzagentur versorgt die Mehrzahl der Verteilnetzbetreiber weniger als 15.000 Kunden. „Diese Unternehmen sind etwa mit den immer schärfer werdenden Anforderungen an die IT überfordert. Wesentlich effizienter wäre es, wenn sich die vielen Klein- und Kleinstbetreiber in 25 regionalen Clustern zu gemeinsamen Betriebsführungen zusammenschließen würden. Der Besitz an den Netzen bliebe dabei unberührt“, betont Busch.

Netzausbau stockt

Der Monitoringbericht zeigt zudem das nach wie vor schleppende Tempo beim Ausbau der Übertragungsnetze. Auch die Kapazitäten für den Stromaustausch mit den europäischen Nachbarn haben sich im vergangenen Jahr nicht erhöht. „Hier brauchen wir deutlich mehr Geschwindigkeit, um auf die wachsenden Anteile an erneuerbaren Energien reagieren zu können“, so Busch.


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24.11.15: Monitoringbericht Energie 2015 der Bundesnetzagentur und des Bundeskartellamts



(Quelle: Bundesverband Neue Energiewirtschaft (bne))


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