Fell: «Arbeiter-Partei» SPD vernichtet gezielt massenhaft Jobs bei Erneuerbaren Energien

11.12.15  09:15 | Artikel: 963337 | News-Artikel (Red)

Fell: «Arbeiter-Partei» SPD vernichtet gezielt massenhaft Jobs bei Erneuerbaren EnergienDie SPD, die sich nach eigenem Bekunden stets für die Belange der Arbeitnehmer einsetzt, ist erstaunlich still angesichts des massiven Jobabbaus in der Branche der Erneuerbaren Energien, den ihr Parteichef Gabriel als Energieminister zur Zeit gnadenlos organisiert. Auf dem gestern beginnenden Parteitag jedenfalls spielen die tatsächlich stattfindenden Jobverluste keine Rolle und das wo sich die SPD in den letzten Wochen erst lautstark für Jobs in der Kohlewirtschaft einsetzte.

Dabei hat das von Gabriel geführte Wirtschaftsministerium gerade erst veröffentlicht, wie dramatisch der Abbau von Arbeitsplätzen im Bereich der Erneuerbaren Energien ist. Laut einer aktuellen Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums gab es 2014 bundesweit insgesamt nur noch 355.400 Vollzeitarbeitsplätze in der Branche, nach 371.400 im Vorjahr und 399.800 im Jahr 2012. Das berichtet die „Saarbrücker Zeitung“. Binnen zwei Jahren ist die Beschäftigung damit um mehr als elf Prozent gesunken. Der Großteil des Rückgangs ist laut der Untersuchung auf die Entwicklung der Solarenergie zurückzuführen, in der es 2014 bundesweit nur noch knapp 50.000 Arbeitsplätze gab, nach fast 114.000 im Jahre 2012. Der Einbruch spiegelt den mit der letzten EEG-Reform stark gebremsten Ausbau der Solarenergie in Deutschland wieder. Auch 2015 werde dieser Trend weitergehen, heißt es in der Studie.

Diese SPD stellt die Familienpolitik in den Mittelpunkt ihres Parteitages und merkt nicht, dass viele junge Familien heute große Sorge um die Überlebensfähigkeit ihrer Kinder angesichts des Hitzefiebers der Erde haben und dringend Lösungen für die Zukunft ihrer Kinder erwarten.




Autor: Hans-Josef Fell

www.hans-josef-fell.de

Hans-Josef Fell war energiepolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied des Bundestages von 1998 bis 2013. Er ist Präsident der Energy Watch Group (EWG) und Autor des EEG. Wir veröffentlichen regelmäßig einen Teil der wöchentlichen Infobriefe zum Thema Energiepolitik.



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