Pilotprojekt bietet Windparks Teilnahme am Regelenergiemarkt

18.12.15  08:40 | Artikel: 963364 | News-Artikel (e)

Pilotprojekt bietet Windparks Teilnahme am RegelenergiemarktDie deutschen Übertragungsnetzbetreiber haben jetzt einen weiteren Schritt auf dem Weg zur stärkeren Systemintegration der erneuerbaren Energien getan. 50Hertz, Amprion, TenneT und TransnetBW haben Rahmenbedingungen entwickelt, damit Windparks Regelleistung für die Stabilisierung des Stromnetzes bereitstellen können.

Diese Rahmenbedingungen beschreiben, welche Anforderungen Windparks erfüllen müssen, um für die Bereitstellung von Minutenreserveleistung präqualifiziert zu werden. Sie gelten zunächst für eine Pilotphase, in der die Erbringung von Regelleistung durch Windkraftanlagen getestet und untersucht werden soll. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen in die Weiterentwicklung der Präqualifikationsbedingungen für Windparks ein.

Regelleistung gleicht Schwankungen im Stromnetz innerhalb kurzer Zeit aus, entweder, indem Strom zugeführt (positive Regelleistung) oder aus dem Netz genommen (negative Regelleistung) wird. Die Übertragungsnetzbetreiber in Deutschland halten ständig jeweils etwa 4.000 Megawatt positiver und negativer Regelleistung vor.

Bereitgestellt wird diese Leistung von Erzeugungs- und Verbrauchsanlagen am Regelleistungsmarkt. Anbieter von Regelleistung müssen nachweisen, dass sie mit ihren Anlagen die Anforderungen zur Leistungserbringung erfüllen, sie müssen also faktisch eine Art „Führerscheinprüfung“ für den Regelleistungsmarkt ablegen.


Weitere Informationen:

www.regelleistung.net/...

19.12.13: Regelleistung oder: das Eier-Problem
26.11.15: Monitoring 2015: Immer weniger Regelleistung notwendig - Kosten für Systemdienstleistungen auf Rekordtief



(Quelle: TenneT Holding B.V.)


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