TenneT und Avacon nehmen gemeinsames neues Umspannwerk Ohlensehlen in Betrieb

12.01.16  08:45 | Artikel: 970008 | News-Artikel (e)

TenneT und Avacon nehmen gemeinsames neues Umspannwerk Ohlensehlen in Betrieb

  • Stromnetz-Ausbau ist unverzichtbar für Versorgungssicherheit und Netz-Stabilität
  • Weiterer Baustein zur Unterstützung der Energiewende

Die Energiewende ist geprägt vom erfolgreichen Ausbau von Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien; gleichzeitig steigen die Anforderungen an das Stromnetz. Mit der offiziellen Einweihung des gemeinsamen neuen Umspannwerks des Übertragungsnetzbetreibers TenneT und des Verteilnetzbetreibers Avacon in der Gemeinde Kirchdorf kam ein weiterer Baustein zur Umgestaltung des deutschen Stromnetzes hinzu.

Das fertiggestellte Umspannwerk zwischen den Orten Kuppendorf im Landkreis Diepholz und Woltringhausen-Ohlensehlen im Landkreis Nienburg/Weser ist eines von derzeit mehreren größeren Projekten der Netzbetreiber in Niedersachsen. Diese Maßnahmen dienen dem Zweck, das Stromnetz so auszubauen, dass der in immer größerem Umfang aus Sonne, Wind und Biomasse gewonnene Strom vom Netz aufgenommen und zu den Verbrauchsschwerpunkten transportiert werden kann.

Im April 2014 war mit dem Bau des Umspannwerks begonnen worden. Es dient vor allem dem Weitertransport von Windstrom aus der näheren Umgebung von Diepholz. Dieser wird zunächst mit 20 kV in das Avacon-Mittelspannungsnetz eingespeist und dann in den örtlichen Umspannwerken in die 110-kV-Hochspannungsebene transformiert. Die im Umspannwerk Ohlensehlen ankommenden 110-kV-Hochspannungsleitungen dienen der optimalen Übertragung der Energie in Richtung des 380-kV-Höchstspannungsnetzes von TenneT.

Technischer Hintergrund

Errichtet wurden insgesamt sechs 110-kV-Leitungsfelder und zwei 380-kV-Leitungsfelder. Die beiden Spannungsebenen sind über zwei 110/380-kV-Transformatoren verbunden. Je zwei 110-kV-Leitungen gehen in die Umspannwerke Bierde und Sulingen. Weiterhin geht eine 110-kV-Leitung in das Umspannwerk Wechold und eine in das Umspannwerk Mainsche. An den Leitungen sind weitere Umspannwerke als Stiche angeschlossen. Die zwei 380-kV-Leitungen führen vom Umspannwerk Ohlensehlen in die Umspannwerke Landesbergen und Wehrendorf. Errichtet wurden zudem zwei sogenannte Sammelschienen, über die der Strom auf die einzelnen Leitungen und Transformatoren verteilt werden kann. Hinzu kommen ein Betriebsgebäude und vier Steuerzellen für die umfangreiche Steuerungstechnik.




(Quelle: TenneT Holding B.V.)


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