Wie Tesla die Autobranche das Fürchten lehrt

20.10.16  08:45 | Artikel: 970090 | News-Artikel (e)

Wie Tesla die Autobranche das Fürchten lehrtWährend sich die großen Automobilkonzerne weiterhin schwer tun, den großen Wurf im Bereich der E-Mobilität zu landen, feiert Tesla mit seinen reinen Elektrofahrzeugen weltweit Erfolge.

Doch wie schafft es der (relative) Branchenneuling aus Kalifornien, die etablierten Kräfte in diesem zukunftsträchtigen Markt zu ärgern?


Um diese Frage zu beantworten, muss man ein paar Jahre zurückgehen ins Jahr 2006. Damals veröffentlichte Teslas Gründer und CEO Elon Musk seinen Masterplan, der vorsah den Automobilmarkt Schritt für Schritt zu erobern:

Zunächst sollte ein hochpreisiger Sportwagen Geld in die Kassen spülen. Dieses Geld sollte in die Entwicklung eines etwas günstigeren, sportlichen Fünftürers gesteckt werden. Die Einnahmen hieraus wiederum in die Entwicklung eines noch günstigeren Familienautos, usw. Zunächst vielerorts belächelt, schaffte es Musk bisher, diesen Plan Stück für Stück in die Tat umzusetzen, indem er auf kurzfristige Gewinne verzichtete und alle verfügbaren Mittel in die Entwicklung zukünftiger Modelle steckte.

Wie deutlich sich Tesla mit dieser Strategie von anderen Autobauern abhebt, zeigt unsere heutige Grafik von Statista: Die F&E-Intensität, also der Anteil des Umsatzes der in Forschung und Entwicklung investiert wird – ein häufig verwendeter Indikator für die Innovationskraft eines Unternehmens – ist bei Tesla rund dreimal so hoch wie bei den traditionellen Automobilkonzernen.

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Diese Grafik zeigt die F&E-Intensität ausgewählter Automobilkonzerne im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Diagramm: Statista

Es ist kein Wunder, dass die Unterschiede zu den traditionellen Konzernen so groß sind. Hier wird der Erfolg nur an kurzfristigen Ergebnissen festgemacht und in erster Linie stehen Aktionäre und Shareholder Value im Vordergrund. Um das zu erreichen wird bekanntermaßen auch in die Trickkiste gegriffen und "Schummelsoftware" in die Fahrzeuge eingebaut. Doch Betrug wird die Konzerne nicht nachhaltig ins Umsatzplus bringen, wie die aktuellen Entwicklungen zeigen, zumal die Politik die Vorgehensweise unterstützt. (Red.)




(Quelle: Statista)


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