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Postbank Digitalstudie 2021: Mehr als jede*r zweite Deutsche nutzt kontaktlose Bezahlmethoden

09.07.21  10:15 | Artikel: 983010 | News-Artikel (e)

Postbank Digitalstudie 2021: Mehr als jede*r zweite Deutsche nutzt kontaktlose Bezahlmethoden

  • Gründe dafür sind vor allem Bequemlichkeit und das geringere Infektionsrisiko
  • Hamburger*innen sind besonders offen für die Technologien
  • Drei von vier unter 40-Jährige verwenden ihr Handy zum Online-Shopping


Die Corona-Krise hat modernen Bezahlmethoden einen Schub verliehen: 56 Prozent der Bundesbürger*innen begleichen Rechnungen bereits kontaktlos mit ihrer Bankkarte, mit dem Smartphone (Mobile Payment) oder mit beidem. Im Vorjahr waren es erst 47 Prozent, vor fünf Jahren sogar nur zehn Prozent. Dies sind Ergebnisse der repräsentativen Postbank Digitalstudie 2021.

PBDigitalstudie2021

Beide Technologien nutzen die Deutschen vor allem aus Bequemlichkeit. Jede*r zweite Mobile-Payment-Anwender*in und zwei von drei Kartennutzer*innen finden die verwendete Methode einfacher und schneller als Bargeld. Ein weiterer Vorteil ist das geringere Infektionsrisiko: 39 Prozent der Mobile-Payment-Anwender*innen und 47 Prozent der Kartennutzer*innen bezahlen so, weil sie Corona-bedingt weniger mit Scheinen und Münzen hantieren möchten.

"Die Deutschen werden auch nach Corona kontaktlos bezahlen", sagt Thomas Brosch, Leiter Digital Vertrieb der Postbank. "Die Vorteile sind zu offenkundig. Wer sich daran gewöhnt hat, im Portemonnaie nicht mehr nach Münzen zu kramen, der will das auch dann nicht mehr tun, wenn die Infektionsgefahr gebannt ist."

Im Generationenvergleich sind die 18- bis 39-Jährigen besonders offen für beide Verfahren: Während 33 Prozent von ihnen sowohl das Handy als auch die Karte nutzen, sind es bei den ab 40-Jährigen nur 13 Prozent. Letztere zahlen am liebsten nur mit Karte. 32 Prozent von ihnen bevorzugen diese Methode, bei den Digital Natives gilt das lediglich für 26 Prozent. Mit Blick auf die Regionen sind vor allem die Hamburger*innen aufgeschlossen für die Technologien: 68 Prozent von ihnen bezahlen kontaktlos, das sind 22 Prozentpunkte mehr als noch vor einem Jahr. Dahinter folgt Berlin, wo die Nutzung um neun Prozentpunkte auf 64 Prozent stieg. Schlusslicht ist Bayern: Dort bezahlen 49 Prozent der Einwohner*innen kontaktlos, immerhin zehn Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Knapp davor liegt Mecklenburg-Vorpommern, wo die Nutzung um acht Prozentpunkte auf 50 Prozent zulegte.

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Google Pay und Apple Pay am weitesten verbreitet

Das Bezahlen mit dem Smartphone ist derzeit vor allem bei den Digital Natives beliebt. 44 Prozent von ihnen nutzen diese Möglichkeit, bei den ab 40-Jährigen sind es nur 18 Prozent. Von den verschiedenen Mobile-Payment-Anwendungen sind altersgruppenübergreifend besonders Google Pay und Apple Pay (jeweils 21 Prozent) verbreitet. Die 18- bis 39-Jährigen bezahlen jedoch nicht nur mobil, sie kaufen auch deutlich häufiger mit dem Smartphone ein als die älteren Befragten: 72 Prozent der Digital Natives nutzen ihr Handy zum Online-Einkauf, aber nur 35 Prozent der ab 40-Jährigen. Die Hälfte der Digital Natives würde sogar gern das Bargeld ganz abschaffen. Die älteren Bundesbürger*innen halten allerdings an Münzen und Scheinen fest: 81 Prozent von ihnen möchten ungern darauf verzichten.

"Mit dem Anstieg des Online-Shoppings sinkt auch der Bedarf an Bargeld", sagt Brosch. "Dennoch dürften Scheine und Münzen so schnell nicht überflüssig werden, da sie auch Vorteile wie zum Beispiel Anonymität bieten."

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Hintergrundinformationen zur Postbank Digitalstudie 2021

Für die "Postbank Digitalstudie 2021 - Die digitalen Deutschen" wurden im Januar und Februar dieses Jahres 3.048 Deutsche befragt. Die Postbank untersucht mit der Studie im siebten Jahr in Folge, welche Entwicklungen sich in den verschiedenen Lebensbereichen der Bundesbürger in Bezug auf Digitalisierung allgemein und insbesondere zu Finanzthemen abzeichnen. Um eine bevölkerungsrepräsentative Struktur abzubilden, erfolgte eine Gewichtung der Stichprobe nach Bundesland (Proportionalisierung), Alter und Geschlecht. Als Referenzdatei wurde der Zensus 2011 des Statistischen Bundesamtes zugrunde gelegt. Die Ergebnisse sind auf ganze Zahlen gerundet. Abweichungen in den Summen lassen sich durch Rundungsdifferenzen erklären.

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(Quelle: Postbank)


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