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Impressions, Visits & Co. - Statistiken richtig auswerten

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Impressions, Visits & Co. - Statistiken richtig auswerten

24.09.10  11:10 | Artikel: 952062 | Proteus Fach-Artikel

Impressions, Visits & Co. - Statistiken richtig auswertenIn unserem zweiten Teil der Fachvokabular-Reihe möchten wir Ihnen heute einige wichtige Begriffe im Zusammenhang mit den statistischen Auswertungen von Webservern näher bringen und auch ein paar allgemeine Tipps geben.

Als Betreiber einer kommerziellen Internetseite sollte man natürlich auch kontrollieren, ob die Seite erfolgreich ist oder nicht. Dies z.B. allein an Bestellungen fest zu machen ist zwar möglich, aber nicht immer sinnvoll, zumal in der Anfangsphase eine neuen Seite im allgemeinen die Bestellungen auf sich warten lassen.

Ist dann kein Shop vorhanden, wird es schwer, Aussagen über den Erfolg der Präsenz zu treffen.

Hier bieten die Internet Service Provider (ISP), bei denen Ihr Auftritt gehostet wird im Regelfall einen Zugang zu den entsprechenden Statistiken der Seite an.

Hier tauchen jedoch schnell zwei Probleme auf:

Das verwendete Vokabular erschließt sich Laien nur recht schwer und zum anderen stellt sich immer die Frage, ob die Zahlen repräsentativ sind.

Wir möchten in diesem Text auf beide Problemstellungen eingehen.

Folgende Begriffe sind wohl die wichtigsten in allen verfügbaren Statistik-Anwendungen:

Hits (engl. Treffer)
Die Anzahl der Hits gibt an, wie viele Elemente im angegebenen Zeitraum übertragen worden sind.
Da eine Website nicht nur aus reinem Text besteht, sondern z.b. auch aus Bildern, ist dies der höchste Wert. Hat man auf der Startseite beispielsweise neben dem Begrüßungstext 3 Photos und eine Aufzählung mit 10 grafischen Bullets, so erzeugt der Aufruf insgesamt 14 Hits.
Damit wird recht schnell klar, dass dieser Wert nicht unbedingt aussagefähig ist, weil alle innerhalb der Seite verwendeten Objekte mitgezählt werden.


Impressions (auch Page-Impressions, PageViews, Seitenaufrufe oder Seitenimpressionen)

Seitenimpressionen stellen im Gegensatz zu Hits einen besseren Messwert dar. Hierbei werden nur die reinen HTML-Seiten gezählt, die aufgerufen werden. Dabei sind auch dynamisch generierte Seiten in ASP oder PHP als HTML-Seiten zu werten. Dieser Wert ist schon recht aussagefähig. Allerdings sollte man hier darauf achten, dass die Seite keine Frames mehr verwendet, da sonst der Wert um die Anzahl der verwendeten Frames pro Aufruf steigt.


Visitors und Anwendersitzungen

Theoretisch ist der Wert für die Impressionen schon recht gut, aber jetzt sollte man auch noch wissen, wie viele Besucher einer Seite diese Impressionen eigentlich verursacht haben. Im Extremfall könnte es durchaus sein, dass alle Impressionen nur durch einen einzigen Besucher erzeugt wurden. Eine Anwendersitzung kann also eine bestimmte Anzahl von Impressionen beinhalten.

Statistikprogramme verwenden verschiedene Techniken, um Besuchersitzungen zu unterscheiden. Dabei wird oft auf die sog. Session des Webservers zurückgegriffen. Der Wert ist nicht mit 100% Genauigkeit behaftet, ist allerdings in der Praxis recht aussagefähig.


Mit diesen drei Begrifflichkeiten werden zum Großteil Erfolgsberechnungen über die Website angestellt. Trotz hoher (rechnerischer) Aussagefähigkeit von Impressionen und Visits muss man diese Werte stark relativieren, wenn nicht gar in Frage stellen, weil es einige Faktoren gibt, die diese Werte verfälschen.


Suchmaschinen

Ist die Internetseite bei Suchmaschinen angemeldet, so wird diese in regelmäßigen Abständen von Robots besucht. Robots rufen somit natürlich auch einzelne HTML-Seiten auf und erhöhen damit die Werte für Impressionen und Besucher. Alleine die Robots von Google, Yahoo und Bing können so recht hohe Zugriffszahlen produzieren. Dies lässt sich vermeiden, indem man entweder das eingesetzte Statistik-Programm entsprechend konfiguriert oder eine Statistik-Anwendung einsetzt, die den Zugriff von Suchmaschinen automatisch erkennt.


eigene Zugriffe

Die eigene Website wird natürlich auch mal selbst aufgerufen. Insbesondere bei dynamischen Inhalten oder bei Einsatz eines Content Management Systems (CMS) wird gerne kontrolliert, ob denn die Darstellung der Live-Seiten so rauskommt, wie man es geplant hat. Allerdings wird auch hier jeder Aufruf der Seite in der Statistik mitgeführt. Als Lösung bietet sich eine feste IP-Adresse und ein entsprechender Filter in der Statistik-Anwendung an, damit die eigenen Zugriffe nicht gezählt werden.

Diese beiden Faktoren können, insbesondere bei eher kleinen Präsenzen, die Auswertung ziemlich ruinieren. Das kann im Einzelfall recht ernüchternd sein.

Ein Beispiel aus der Vergangenheit: Ein Handwerker betreibt eine Internetseite. Es werden sporadisch Einträge in der Sparte 'Aktuelles' auf der Page vorgenommen.

Der Inhaber berichtet stolz, er habe innerhalb eines Monats 5124 Hits, 1183 Impressionen und 526 Besucher auf seiner Seite. Kein Grund, diese Werte anzuzweifeln. Aber eine genaue Analyse bringt hervor, dass alleine die Robots verschiedener Suchmaschinen für 951 Views und 485 Besucher verantwortlich sind. Als Differenz ergeben sich somit noch 232 Views bei 41 Besuchern. Zieht man jetzt noch die eigenen Zugriffe (über manuelle Zählung) ab mit 12 Views und 62 Impressionen bleiben als Rest zwei Werte stehen: 29 Benutzer mit 170 Seitenaufrufen.

Kein Grund, eine erfolgreiche Seite zu feiern. Geht man im nächsten Schritt noch her und schaut sich die durchschnittliche Verweildauer der Benutzer auf der Seite an - in unserem Beispiel waren dies 52 Sekunden - und dazu noch die Wege durch die Website, wird schnell klar, wie das Benutzerverhalten aussieht bzw. welche Qualität die Website bietet.


Fazit:

Statistik-Anwendungen gehören zur Grundausstattung eines jeden Anbieters. Allerdings sollte man sich diese Anwendungen genauer anschauen. Die Konfiguration mit eigenen Kriterien ist bei vielen Discountern nicht möglich. Alternativen wie Google Analytics sollten parallel zu eigenen Tools verwendet werden. Damit ist ein direkter Vergleich möglich. Auch eine eigene feste IP-Adresse hat den Vorteil, das man recht einfach die eigenen Zugriffe aus den Gesamtwerten herausfiltern kann.

Bei der Auswertung von Statistiken ist es nicht einfach damit getan, sich ein paar Zahlen anzuschauen. Richtige Auswertungen kosten Zeit und sollten immer mit nachgelagerten Aktionen verbunden sein.





Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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Suchmaschinen (13) | Statistik (101) | Hits | Impressions | Fachbegriffe (2) | Vokabular (2) | Page-Impressions | PageViews | Seitenaufrufe (2)




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