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gefährliche Smartphones: Bewegungsprofile und naive User

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gefährliche Smartphones: Bewegungsprofile und naive User

03.05.11  08:00 | Artikel: 953155 | News-Artikel (Red)

gefährliche Smartphones: Bewegungsprofile und naive UserDie Unregelmäßigkeiten und Skandale im Zusammenhang von sog. Smartphones wie dem iPhone häufen sich in letzter Zeit. Allen voran steht Apple als Anbieter des wohl bekanntesten Gerätes. Aber nicht nur die Hersteller machen Fehler - die Benutzer sind ebenso naiv im Umgang.

Fast 17 Mio. Smartphones wurden seit von 2008 bis 2010 in Deutschland verkauft. Der Trend ist nach wie vor ungebrochen.

Proteus Solutions Statistik: Smartphones in DeutschlandIn den letzten Tagen wurde bekannt, dass das Apple-Flaggschiff iPhone permanent die Geo-Positionsdaten des Users speichert und in schöner Regelmäßigkeit beim Hersteller abliefert. Ein geradezu eklatanter Verstoß gegen sämtliche Datenschutzrichtlinien. Trotz der Verbreitung der Meldung sogar im Lokalradio hörte man durchaus verschiedene Reaktionen in diversen Internetforen. Neben den Usern, die kaum von dieser Tatsache Notiz nehmen, teilt sich die Fangemeinde in zwei Lager auf: Die einen sagen, es wäre egal, da Sie ja nichts zu verbergen hätten, die anderen verurteilen das Verhalten von Apple massiv.

Nach einer Woche voll mit Medienberichten hat Apple jetzt eine kurz Stellungnahme zu diesem Thema veröffentlicht. Die Kernaussagen darin waren zum einen, dass Apple die Daten nicht verwenden würde und zum anderen, dass es sich dabei offensichtlich um einen Softwarefehler handelt. Böse Zungen zweifeln die Glaubhaftigkeit solcher Aussagen an, zumal Apple in der Vergangenheit wiederholt aufgefallen ist.

Ein Update soll diesen Softwarefehler jetzt korrigieren. Damit soll das aktive Ausschalten der Speicherung von Daten auch funktionieren. Apple lies allerdings offen, wann ein entsprechendes Update verfügbar sei.

Aber nicht nur die Hersteller machen Fehler. Viele User benutzen in fahrlässig-naiver Weise ihr Gerät, ohne auf Datenschutz oder AGBs zu achten, das zeigten zwei Versuche der britischen Zeitung Guardian.

Ähnlich wie in Deutschland sind in vielen britischen Restaurants WLAN-Hotspots verfügbar, die über persönliche Zugangsdaten - in Verbindung mit dem Handyvertrag - genutzt werden können. Viele User, die sich einmal mit solch einem Hotspot verbunden haben schalten die WLAN-Funktionalität gar nicht mehr aus. Kommen Sie dann in die Nähe eines WLANs, so meldet sich das Telefon automatisch am Netz an. Recht simpel ist dabei die Methode, einfach einen Hotspot zu installieren, der den gleichen Namen hat: und schon sendet das Gerät die Anmeldeinformationen, die recht einfach mitgeschnitten werden können.

Im zweiten Versuch wurde ein öffentlicher, kostenpflichtiger Hotspot installiert. Innerhalb kürzester Zeit wollten sich diverse User mit diesem Verbinden. Die Eingabe von Kreditkartendaten erfolgte dabei selbstverständlich. In den eingeblendeten Nutzungsbedingungen wurde explizit darauf hingewiesen, das 'der Empfänger der Daten die Kreditkartendaten sowie alle gesammelten Anmeldedaten nach eigenem Ermessen verwenden darf'.

Trotz dem ausdrücklichen Hinweis wurden Zugänge weiterhin verlangt. Ein Zeichen dafür, dass AGBs und Nutzungsbedingungen schlicht nicht gelesen werden. In diesem Fall kann nut an die User appelliert werden, sorgfältiger mit persönlichen Daten umzugehen.




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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mobiles Internet | Datenschutz | Statistik

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