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Notebook, Handy & Co. - Was Langfingern Freude macht

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Notebook, Handy & Co. - Was Langfingern Freude macht

03.06.11  16:30 | Artikel: 953165 | News-Artikel (Red)

Notebook, Handy & Co. - Was Langfingern Freude machtElektronische Geräte wie Handies, Notebooks oder teuere Fotoausrüstungen sind beliebte Waren, die ganz oben auf der Liste von Langfingern stehen. Nicht selten gibt es von der Versicherung keinen Ersatz. Und wenn es mal was gibt, dann meist gute Ratschläge.

Laut Angabe der Firma Kensington ist die Chance ein gestohlenes Notebook wieder zu erlangen gerade mal bei 3%. Grund genug, sich mit diesem Thema wieder einmal präventiv zu beschäftigen.

Hardware:

Als Besitzer solch teurer Ausrüstung hat man eine gewisse Sorgfaltspflicht. Im Zug einem menschlichen Bedürfnis nachzugehen und die Wertgegenstände am Sitzplatz zu lassen wird heute von diversen Gerichten als 'Grobe Fahrlässigkeit' angesehen. Ebenso, das Abstellen einer Notebooktasche nur Zentimeter neben sich in einer belebten Bahnhofshalle. Hier liegen mittlerweile einige Urteile vor, nachdem Betroffene Klage gegen die Versicherung einreichte, die nicht zahlen wollte.

Bekannt sind die klassischen Fälle: Fotoausrüstung, Notebook oder Handy im Auto, oder gar im Cabrio lassen. Hier hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass es hierbei keinen Ersatz der Versicherung gibt. Da allerdings der Notebook-Klau immer dreister wird, weil diese schicken Geräte recht schnell weiterverkauft werden können, müssen die Versicherungen entsprechend reagieren. Die Justiz gibt den Versicherungen in vielen Fällen Recht.

Ein Auge auf die Ausrüstung zu haben, die einem lieb und teuer ist, ist also anzuraten.

geistiges Eigentum:

Wenn mobile Geräte gestohlen werden, dann ist in der Regel der materielle Schaden noch zu verkraften. Teuer, peinlich oder ruinös kann es werden, wenn Ausrüstung mit Firmendaten, Bildern oder ähnlichem verschwinden.

Klaut der gemeine Dieb nur der Ausrüstung und des schnellen Euros wegen, so werden mittlerweile jedoch schon Personen beauftragt , gezielt Außendienstmitarbeiter von Unternehmen zu verfolgen und dann, wenn möglich, Geräte mit Daten abzugreifen.

Nicht selten sind auf solchen Geräten Kundendaten oder Preiskalkulationen zu finden, die Mitbewerber nicht uninteressant finden. Industriespionage ist heute nicht mehr mit dem James Bond Szenario der 70er und 80er zu vergleichen; sie findet mittlerweile fast überall statt.

Noch schlimmer wäre das Szenario, wenn der Besitzer ein beispielsweise ein selbstständiger Unternehmer ist, der sein Notebook sowohl im Büro als auch unterwegs nutzt. Sind die Daten dann mit dem Gerät weg, stellt sich die Frage nach der Datensicherung.

In solchen Fällen sind immer verschiedene Maßnahmen im Vorfeld zu ergreifen:
  1. regelmäßige Sicherung der Daten von mobilen Geräten, damit bei Verlust diese Daten noch vorhanden sind,

  2. Verschlüsselung der Daten auf der Festplatte, damit fremde Personen diese nicht verwenden können,

  3. Sicherung der Daten und der Geräte über sichere Kennwörter und Anmeldungen, möglichst über externe Programme

In jedem Fall sollte man die präventiven Maßnahmen überprüfen und sich auch mal überlegen, was an Folgekosten oder Problemen auf ein Unternehmen zukommen kann, wenn ein solcher Fall von Verlust eintritt.

Identifikation:

In einigen Fällen ist es möglich, einen Dieb zu stellen. Allerdings sollte ein Geschädigter dann auch in der Lage sein, das gestohlene Eigentum zu identifizieren und noch besser gleich als solches nachweisen zu können.

Nahezu jedes Gerät in einer bestimmten Preisklasse verfügt über Seriennummern. Entweder sind diese irgendwo auf dem Gerät angebracht oder in Software oder Betriessystem hinterlegt. Hier sollte akribisch eine Liste geführt werden, in dem die Geräte mit allen Daten aufgeführt sind.

Findet sich eine Seriennummer nur in der Software - diese kann leicht manipuliert werden, so empfiehlt es sich entsprechendes Equipment zusätzlich zu kennzeichnen. Hier bietet sich beispielsweise die sog. EIN, die Eigentümer-Identifizierungs-Nummer, an.
Diese kann auf den Internetseiten des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg kostenlos erzeugt werden. Wird dann ein Gerät mit solch einer Nummer gefunden oder entdeckt, so können die Behörden auf den Eigentümer schließen.

Informationen zur Eigentümer-Identifizierungs-Nummer sind unter www.polizei-bw-ein.de zu finden.

Fazit:

Elektronische Geräte, insbesondere Geräte mit Datenspeicher können heute sehr schnell verschwinden. Es sollten in jedem Falle vorbeugende Maßnahmen getroffen werden und den Schaden so gering wie möglich zu halten, falls doch mal was passiert. Bei Geräten, die beispielsweise Mitarbeitern überlassen werden, sollten zusätzliche Aufklärungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen berücksichtigt werden.




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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Wissen | Datenschutz

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Datenschutz (196) | Sicherheit (137) | Diebstahl (4) | teures Equipment | EIN (116) | Eigentümer-Identifizierungs-Nummer | Polizei (10) | Prävention (2)




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