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Facebook will Kinder in Facebook

23.05.11  15:00 | Artikel: 953173 | News-Artikel (Red)

Facebook will Kinder in Facebook
Facebook-Gründer Mark Zuckerberg
Nach Aussage von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg sollen in Zukunft auch Kinder unter 13 Jahren Facebook nutzen können. Noch stehen US-amerikanische Gesetze dagegen, doch Zuckerberg kündigte an, dieses Problem irgendwann in Angriff zu nehmen.

Geht es nach dem Willen von Mark Zuckerberg, so sollen in Zukunft auch Kinder unter 13 einen Facebook-Account haben. Derzeit untersagt ein Bundesgesetz der USA, der Children's Online Privacy Protection Act (COPPA), kommerziellen Unternehmen das Speichern persönlicher Daten von Kindern.

"Diesen Kampf werden wir zu gegebener Zeit aufnehmen" erklärte Zuckerberg auf einem Bildungskongress nach Meldung von CNN Money. Zuckerberg sieht Facebook in diesem Zusammenhang als Bildungsplattform: "Meine Philosophie ist, dass Erziehung in einem wirklich, wirklich jungen Alter beginnen muss."

Vernetztes Lernen und gegenseitige Motivation sind hierzu weitere Argumente, die Zuckerberg ins Feld führt. Dabei versprach er weiterhin, nicht nur eine optimale Lernumgebung schaffen zu wollen, sondern auch auf Sicherheit viel Wert zu legen.

Facebook hat allein in Deutschland knapp 19 Mio. registrierte User (Quelle: FaceBook Marketing, Stand 2.5.11). Mit ca. 1,6 Mio. Usern macht die Altersgruppe der 13- bis 17-Jährigen bereits einen Anteil von 8,6 Prozent aus.

Vertraut man auf Medienberichte und Erfahrungswerte, so ist Facebook nicht das Vorbild in Sachen Sicherheit von Benutzerdaten. Kaum ein Monat vergeht, indem Facebook nicht in den Schlagzeilen auftaucht; nicht immer mit positiven Meldungen. Umfragen und Presseberichte hatten in der Vergangenheit auch gezeigt, dass zum einen das Sicherheitsbewustsein der meisten User nur marginal bis gar nicht vorhanden ist und zum anderen ist nur einem Teil der User so richtig bewusst, welche Einstellungen für Anwendungen, Pinwand und Freunde denn möglich und sinnvoll sind; zu komplex gestalten sich teilweise die Einstellungen, zumal sich ja auch schon die AGBs über Nacht geändert hatten.
Oft wissen nur Facebook und die kommerziellen Werbetreibenden, welche Daten der User für sie zugänglich sind.

Gerade Jugendliche gehen nach einer Umfrage (Artikel 952084) der Bayrische Landeszentrale für neue Medien (BLM) vom Oktober 2010 sehr sorglos mit Daten um. Wie genau sich diese Sicherheit für Kinder darstellt, die Zuckerberg ankündigte, blieb allerdings offen. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wird Zuckerberg nicht aus reiner Selbstlosigkeit oder altruistischen Motiven handeln; Facebook finanziert sich ebenso wie Google über gezielte, personalisierte Werbung. Ob die Bildungsseiten für die ganz jungen User werbefrei sein werden, blieb ebenso offen.

Bis zur Einführung der geplanten Idee dürfte noch etwas Zeit vergehen. Der Kampf gegen US-Bundesgesetze ist selbst für Unternehmen wie Facebook keine Kleinigkeit. Zudem wird sich vermutlich allein durch die Ankündigung Zuckerbergs schon einiges an Widerstand formieren. Geriet der Facebook-Gründer doch schon in der Gründungsphase in die Schlagzeilen mit dem Zitat: "They trust me - dumb fucks. (etwa: Sie vertrauen mir - die Penner"). Zwar erklärte Zuckerberg Jahre später, dass er jetzt erwachsen geworden, und viel dazugelernt hätte, aber bereits 2010 schaffte er es mit Aussagen wie "Privatsphäre ist nicht so wichtig" wieder in die Schlagzeilen.




Autor: Björn-Lars Kuhn

Journalist bdfjBjörn-Lars Kuhn ist einer der Inhaber der Proteus Solutions GbR, Buchautor, Datenschutzbeauftragter (IHK), Fachjournalist (bdfj) in den Bereichen Datenschutz, Netzpolitik und Erneuerbare Energien und Redakteur dieser Nachrichtenseite.



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